: James G. Bell
: Volker Griese
: Auf dem Texas-California-Rindertrail 1854 Ein Tagebuch
: Books on Demand
: 9783695150212
: 1
: CHF 5.30
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: Nord- und Mittelamerika
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
1854 schließt sich ein 22-jähriger Auswanderer einem Viehtreck nach Kalifornien an. Offenen Auges hält er seine Beobachtungen in Form eines Tagebuchs fest: Das Leben auf dem Trail, die Landschaft und seine Naturgeschichte. Von allen Trails, die die Texaner ab den 1850er Jahren erschlossen, durchquerte keiner ein so unwirtliches Land. Es war ein Weg voller Gefahren und Ungewissheiten: lange, trockene Abschnitte, die das Vieh vor Durst verrückt machten und es auf Haut und Knochen reduzierte, alkalisches Wasser und giftige Kräuter, die Herden vergifteten und töteten, steiniger Boden, der die Hufe bis auf das Fleisch abschliff, sowie die Gefahr durch weiße und indianische Diebe. Und doch ist von allen Trails, auf denen Männer im Staub der Rinderherden folgten, keiner so wenig bekannt wie der von Texas nach Kalifornien.

James G. Bell wurde 1832 in Tennessee geboren. 1852 zog die Familie nach Texas. 1854 entschied der 22-jährige sich, nach Kalifornien auszuwandern und schloss sich als Treiber einem Viehtreck an. Auslöser der Auswanderung von James G. Bell war der Wunsch, sich seinem Bruder anzuschließen, der schon 1849 als Goldsucher nach Kalifornien aufgebrochen war. Bell verstarb dort 1867 im Alter von 35 Jahren.
An Arizona Cowboy (Frederic Remington, 1901) Saddling Fresh Horses (Frederic Remington, ~1888)

3. Juni – Freitag: Um 9 Uhr abends verließ ich San Antonio in Begleitung von Mr. John James auf unserem Weg nach Kalifornien; wir ritten 10 Meilen und lagerten in der Nähe einiger mexikanischer Karren. Habe mein Maultier durch Unachtsamkeit verloren. Jeder durch die Prärie Reisende sollte die Sicherheit seines Maultiers zu seiner obersten Priorität machen.

4. Juni – Sonntag: Habe am Morgen nach einer Stunde Mühe mein Maultier eingefangen. Um 11 Uhr erreichten wir Castroville. Fand Richter Heint, I. R. Sweet und zwei andere Herren aus den Oststaaten, die in der Nacht zuvor angekommen waren. Als sie die Furt des Modina überquerten, gerieten Sweet und sein Begleiter in etwa 10 oder 15 Fuß tiefes Wasser – wohl wegen zu viel Schmelzwasser –; verließen Castroville um 16 Uhr und kamen rechtzeitig zum Abendessen im Lager nahe dem Hondo an.

5. Juni – Montag: Brachen auf, ohne etwas Erwähnenswertes zu erleben; erreichten den Hondo. Habe eine Schmiedearbeit erledigt. Während ich wartete, nahm ich ein schönes Bad im Hondo, ein wunderschönes, klares Wasser, das uns durstigen und sonnenverbrannten Reisenden so kühl wie Eis erschien. In den kommenden heißen Tagen