J etzt stand ich hier, vor der schweren Tür. Es sah aus wie ein Gefängnis. Wahrscheinlich war es das auch. Doch an der Tür stand „Akutstation“. Da war eine Klingel, und eine Kamera. Klar. Das musste hier so sein, hier wurde überwacht. Auf der Fahrt im Rettungswagen hatte ich noch schnell im Internet recherchiert. „Geschlossene Psychiatrie + Aufenthaltsdauer + schnell legal rauskommen“. Bevor ich die ersten Treffer ansehen konnte, war mein Smartphone auch schon weg. Wie mein bisheriges Leben. Es blieb einfach zurück.
In meiner linken Hand hielt ich die Lidl-Tüte, mit ein paar Unterhosen, Socken und meiner Zahnbürste. Das musste alles ein gewaltiger Irrtum sein. Ganz sicher! Schon bald würde sich das aufklären, und ich könnte wieder zurück nach Hause.
Die Tür fiel hinter mir zu. Ganz leise, mit einem Klack. Es war nicht laut, auch nicht dramatisch, aber nun war ich hier. Eingesperrt. Das Urteil schien bereits gesprochen. Meine beiden Begleiter, angeblich Rettungssanitäter, nahmen mich mit zu Schwester Ariane. Eine unheimliche Frau. Ihre an mich gerichteten Worte flogen mit Lichtgeschwindigkeit und geräuschlos durch meine Gehörgänge, es blieb nichts hängen. Jetzt stand ich zwischen diesen komischen Menschen. S