Prolog: Das Zimmer der Göttin
Sarasa Ichinokura war erschöpft.
Nach einem langen Freitag voller Überstunden würde sie morgen endlich entspannen können.
Natürlich würde sie sich dadurch keineswegs wach fühlen. Sarasa war zwar kein schwächlicher Mensch, aber sie fühlte sich schon seit ihrer Kindheit stets träge.
„Wie immer also ...“
Im Kindergarten war es noch keine große Sache gewesen, aber sobald sie in die Grundschule kam, fing Sarasa damit an, die anderen Kinder zu beneiden. Und zwar nicht nur die, die voller Energie waren, sondern auch die kranken Kinder mit Fieber und Erkältungen. Sarasa litt bloß an unaufhörlichen Kopfschmerzen und Trägheit, was die anderen normalen Kinder nur schwer nachvollziehen konnten.
Es war, als stünde ihr pro Tag nur eine begrenzte Menge an Energie zur Verfügung. Wenn sie sich nicht überanstrengte, ging es ihr grundsätzlich gut, doch wenn sie auch nur einen Hauch mehr als sonst zu tun hatte, fühlte sie sich sofort träge.
Die Symptome waren nur vage und egal in welches Krankenhaus sie ging, niemand konnte eine Ursache dafür finden. Ihre Schule, ihre Eltern und vor allem sie selbst waren vollkommen ratlos, was man mit ihr tun sollte.
Sarasa konnte sich nicht ausruhen, weil sie nicht so krank war, als dass sie sich nicht mehr bewegen konnte, aber weil sie sich nicht ausruhen konnte, wurde die Trägheit nur noch schlimmer und schließlich dann doch so stark, dass sie sich wirklich nicht mehr bewegen konnte.
Zuletzt sagte ihre Mutter ganz einfach: „So ist dein Körper eben. Mehr nicht. Gerade ist es besonders hart, weil du noch in der Schule bist, aber wenn du mal erwachsen bist, wirst du etwas haben, das sich bezahlter Urlaub nennt. Wenn du nur fünf Tage die Woche arbeitest und schön lange Pausen machst, wirst du quasi nur vier Tage die Woche arbeiten müssen. Da ist