PROLOG
Mandschurei / Nördlich der Stadt Mukden / 31. März 1905:
Die fünf russischen Infanteristen stolperten die Flanke des Hügels entlang. Sie waren erschöpft und am Ende ihrer Kräfte. Immer wieder sahen sie sich ängstlich um, aber noch konnten sie keine Verfolger hinter sich entdecken.
Vor nicht einmal einer Stunde waren sie noch bei ihren Kameraden gewesen und hatten sich sicher und zuversichtlich gefühlt. Dann hatten die japanischen Soldaten ihre Stellung angegriffen. Die Truppen des Zaren hatten diese Stellung im Laufe der letzten Wochen mit Gräben, Verhauen und Unterständen befestigt. Sie waren sich sehr sicher gewesen ihre Position lange verteidigen zu können, jedoch hatten sie sich geirrt.
Die Japaner waren über das freie Feld vorgerückt. Die russischen Soldaten hatten erwartet, dass die Angreifer Deckung suchen würden, sobald sie in Schussweite kamen. Wenn sie unter direktes Feuer gerieten würden sie sich eingraben müssen um dann erst das Feuer zu erwidern. Doch das hatten die Japaner nicht getan. Sie versuchten die Stellungen der Russen mit einem Bajonettangriff zu überrennen! Ohne Deckung im offenen Feld war das eigentlich reiner Selbstmord. Aber trotzdem hatten die Japaner nicht eine Sekunde gezögert. Die russischen Soldaten hatten so schnell gefeuert wie sie konnten. Dutzende, wenn nicht hunderte Japaner waren tödlich getroffen oder schwer verletzt zusammengebrochen. Trotzdem hatten die anstürmenden Männer ihr Tempo nicht einmal verringert. Und einige Augenblicke später waren sie wie eine Welle über die Gräben hereingebrochen. Am Anfang fielen noch einzelne Schüsse. Aber nachdem alle Patronen, die man vor dem Angriff in die Geweh