: Steffen Schulze
: Pepe S. Fuchs - Inseljäger
: Books on Demand
: 9783695148455
: Pepe S. Fuchs
: 1
: CHF 7.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 298
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein gemeinsamer Urlaub auf den Seychellen. Die Chance für Kommissarin Beate Jäger und den Militärpolizisten Pepe S. Fuchs, endlich ihren Beziehungsstatus zu klären. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Erst wird Pepe als Leibwächter seines Erzfeindes nach Istanbul abkommandiert. Den Einsatz überlebt er nur knapp. Dann geraten er und Beate im vermeintlichen Inselparadies in einen blutigen Machtkampf. Die Regierung, ein ominöser Religionsführer, Rebellen und skrupellose fremde Mächte kämpfen um die Vorherrschaft. Als auch noch ein verheerender Sturm aufzieht, scheinen nicht nur die Inseln dem Untergang geweiht zu sein.

Steffen Schulze ist gebürtiger Niederlausitzer, der seit 2000 im Thüringischen Eisenach wohnt. Bücher schreibt er aus Leidenschaft in seiner Freizeit. Dabei bezeichnet er seine Werke eher als Abenteuergeschichten, denn als Krimis oder Thriller. »Ich schreibe praktisch seit der Schulzeit, zuerst nur für die Schublade. 2007 bin ich dann auf den Selfpublishing-Verlag Books on Demand aufmerksam geworden und habe mich getraut, »Im Bann des Jonastal« und somit meine Version über den Sinn und Zweck der geheimen, unterirdischen Anlagen und Tunnel nahe Arnstadt zu veröffentlichen. Für »Der Motorradpfarrer und die Millionenbeichte« fand ich sieben Jahre später mit dem Highlights Verlag erstmals einen professionellen Partner. Da sich der Highlights Verlag auf Motorrad-Krimis spezialisiert hatte, brauchte ich anschließend für meine Reihe um den Militärpolizisten Pepe S. Fuchs ein neues Verlagshaus. Das fand ich mit dem Principal Verlag 2016 und mein Feldjäger Pepe bekam eine neue Heimat. Seitdem ist er immer wieder auf der Jagd nach Dieben, Mördern, feindlichen Agenten, Hexen und Motorradrockern. Solange es mir Freude macht und die Schreiberei nicht in Stress ausartet, mache ich einfach weiter, denn Ideen habe ich noch genug...«

2


»Er kommt nicht. Ich habe es dir ja gleich gesagt. Er hat kalte Füße gekriegt. Der geht nie und nimmer eine feste Beziehung ein! Dazu ist er nicht geschaffen.«

»Doch! Er kommt!«, antwortete Beate Jäger und verschränkte die Arme vor der Brust.«

»Versuch ihn noch mal anzurufen!«

»Ach, das mache ich doch nicht alle paar Minuten.«

Manchmal konnte sie ihre ältere Schwester Carola glatt auf den Mond schießen. Jetzt zum Beispiel. Wenn da nur nicht der nagende Zweifel gewesen wäre, die quälende Ungewissheit, denn tief in ihrem Inneren war Beate nicht halb so davon überzeugt, dass Pepe S. Fuchs am Abfluggate erscheinen würde, wie sie ihrer Schwester gegenüber tat. Ja, er hatte es hoch und heilig versprochen. Zwar hatten sie sich eine gute Woche lang nicht gesprochen oder geschrieben, aber das war in ihrer Beziehung nicht ungewöhnlich. Abflugtag und -zeit standen fest. Da hatte es nichts weiter zu besprechen gegeben. Also wo blieb der Kerl? Hatte Pepe tatsächlich kalte Füße bekommen? Ein wenig konnte Beate das nachvollziehen, denn eigentlich war der gesamte Urlaub eine blödsinnige Idee gewesen. Zwei Wochen tagtäglich mit ihrer Familie zusammen zu sein, das würde eine ganz neue Erfahrung für Beate werden. Sie lebte allein und traf sich nur ab und zu unverbindlich mit Pepe. Oder mit anderen, wenn ihr danach war. Ihr Job als Kriminalkommissarin ließ ohnehin keine richtige Beziehung zu. Das redete sie sich jedenfalls ein. Und der Kollegenkreis schien ihr recht zu geben. Die wenigsten waren glücklich verheiratet. Etliche hatten schmerzhafte Trennungen hinter sich, unter denen nicht nur die Kinder, sondern auch die Bankkonten der Beteiligten gelitten hatten. Häuser und Autos waren verkauft und Besuchsregeln aufgestellt worden. Das wollte sich Beate nicht antun. Sie war zufrieden mit ihrem Leben, so wie es war. Oder etwa nicht? Geistesabwesend kaute sie auf ihrer Unterlippe – bis sie Blut schmeckte.

»Na klar kommt Onkel Pepe mit! Er hat es doch versprochen!«

Natürlich musste Angelika ihren Senf dazugeben. Beates elfjährige Nichte hatte eigentlich immer das letzte Wort und zu allem etwas zu sagen. Ihre neunmalkluge Art konnte einem gehörig auf den Wecker gehen. Trotzd