Einleitung
Seitdem ich als junger Erwachsener zum Glauben an Jesus Christus (Jeschua HaMaschiach) gekommen bin, darf ich bis heute eine spannende Reise erleben mit vielen interessanten Begegnungen, Erlebnissen, Einblicken und sich verändernden Sicht- und Denkweisen. Eine dieser interessanten Begegnungen fand in den 90er-Jahren während meiner Pendelfahrten zwischen Augsburg und meinem damaligen Arbeitsort München im Zug statt. Josef Schneider, Bäckermeister und Adventist, überreichte mir damals bei einem dieser „zufälligen“ Treffen im Zug zwei kleine Broschüren aus der Reihe „Die Bibel spricht“ zum wöchentlichen Ruhetag. Es hat dann noch ein paar Jahre gedauert, bis ich für mich persönlich angefangen habe, die Bedeutung und Absicht dieses besonderen, von Gott (Elohim) ausgesonderten und gesegneten Tages zu erkennen und zu versuchen, dies in einer dem gegenüber nicht gerade förderlichen Umgebung im Alltag umzusetzen.
Nahezu parallel dazu durfte ich durch die Lektüre eines Buches die tiefe Bedeutung der biblischen Feste (hebr. Mo’edim) erkennen und in den Folgejahren mit Glaubensgeschwistern feiern, die mein Verständnis teilten. Als ich dann Anfang 2020 angefangen habe, mich intensiver mit den Zeitaspekten und Zeitabläufen der Heiligen Schrift zu beschäftigen und ich die Ergebnisse aufgezeichnet habe, ist im Zuge dieser Ausarbeitung, die wiederum erstaunliche Aspekte ans Licht gebracht hat, eine ausführlichere Betrachtung des wöchentlichen Ruhetages mit eingeflossen. Denn der Schabath (Sabbat/Schabbat) ist ein Schlüssel zum Verständnis der Feste JHWHs im Jahreszyklus und in Bezug auf die Zeitrechnung und die Zyklen des Himmels, die weit über die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Zeitabläufe hinausgehen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass dieser Tag nicht zu den Akten gelegt, sondern topaktuell ist.
Leider läuft der Rhythmus dieser Welt größtenteils in anderen Bahnen. Und das ist für die Kinder Gottes (Elohims) eine große Herausforderung, da wir uns bis zu einem gewissen Grad damit arrangieren müssen. Ja, ich weiß, wir sind zwar nicht von, aber in der Welt und kommen entsprechend in Berührung mit dem weltlichen System. Außerdem sind viele Christen der Ansicht, dieser Ruhetag wäre abgeschafft oder sogar vom Sonntag abgelöst worden. Von daher ist es immer ein Glaubensschritt, die himmlischen Ordnungen in allen Lebensbereichen – auch bzgl. der Zeit – soweit wie möglich zu leben. Denn wenn wir das tun, wird es Widerspruch und Gegenreaktionen auslösen.
Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe,