2. Freihandelsabkommen und Förderprogramme
Mit der besonderen geografischen Lage fungiert Mexiko als Brücke zwischen dem Atlantik und dem Pazifik. Dies ermöglicht den Zugang zu großen und lukrativen Absatzmärkten. Dank seiner offenen Wirtschaftsstruktur gehört Mexiko zu den Ländern mit den meisten Freihandelsabkommen. Derzeit bestehen Freihandelsabkommen mit insgesamt 50 Ländern, dazu kommen weitere 32 Investitionsschutzabkommen und sechs Wirtschaftsabkommen komplementärer Natur.
2.1 USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA)
Das im Jahr 2018 unterzeichnete USMCA ersetzt das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (North American Free Trade Agreement, NAFTA) aus dem Jahr 1994 und ist 2020 in Kraft getreten. Die Vereinbarung soll zu freieren Märkten, fairerem Handel und kräftigem Wirtschaftswachstum führen. Abgesehen von der Namensänderung enthält das USMCA-Freihandelsabkommen wesentliche Verbesserungen. Das neue Abkommen bringt Änderungen in verschiedenen Bereichen wie den Ursprungsregeln, den Vorschriften für den Marktzugang von Autos und landwirtschaftlichen Produkten, Investitionen, öffentlicher Beschaffung, Arbeit und Umwelt, den Rechten des geistigen Eigentums und dem digitalen Handel. Ein Beispiel ist, dass Produkte, die bestimmte Anforderungen an den Ursprung erfüllen, zwischen den drei Ländern zollfrei gehandelt werden können – ähnlich wie bei NAFTA. Für die Autoindustrie gibt es eine wichtige Anpassung: Der Anteil von Teilen, die in der Region hergestellt werden müssen, wurde auf 70 Prozent erhöht (zuvor waren es 62,5 Prozent). Damit soll die Produktion in der Region stärker gefördert werden.
2.2 Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko besteht bereits seit dem Jahr 2000. Da sich das Handelsvolumen der beiden Wirtschaftsräume seitdem mehr als verdoppelt hat, wurde das Abkommen im April 2018 erneuert. Es sieht nun Vereinfachungen bei Einfuhrbestimmungen und Verzollung sowie Bürokratieabbau vor, um Hemmnisse im Handel abzubauen. Die neuen Bestimmungen sollen unter anderem den Im- und Export von Agrarprodukten erleichtern, die Ein- und Ausfuhr von pharmazeutischen Produkten und Maschinen stärken, den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen vereinfachen und die Abhängigkeit Mexikos von den USA verringern.
2.3 Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP)
Die „umfassende und fortschrittliche Vereinbarung für eine transpazifische Partnerschaft“, wie sich das Abkommen übersetzen lässt, ist auch als TPP-11 bekannt. Das Handelsabkommen zwischen Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam ist Mitte 2018 in Kraft getreten. Die beteiligten Länder machen mehr als 13 Prozent des weltweiten BIP aus.
Das TPP-11 ist damit das weltweit umfassendste Handelsabkommen. Im folglich entstandenen Binnenmarkt leben rund 480 Millionen Menschen. Das TPP-11 wurde seiner Zeit als Reaktion auf das Ausscheiden der USA aus der Transpazifischen Partnerschaft unter Präsident Trump begründet. Ziel des neuen Abkommens ist die Abschaffung beziehungsweise Senkung zahlreicher Zölle, zudem soll Unternehmen der Zugang zu den Märkten erleichtert werden.
Für Mexiko ist dieses Abkommen ein Tor zum asiatischen Markt, was eine Diversifizierung des Handels und der Wirtschaft mit Ländern ohne Freihandels- oder Wirtschaftspartnerschaftsabkommen wie Australien, Neuseeland, Singapur, Brunei, Vietnam und Malaysia bedeutet. Es ermöglicht auch die Stärkung der Wirtschafts-und Handelsbeziehungen und die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern, mit denen bereits Abkommen bestehen. Dazu gehören Japan, Kanada, Chile und Peru.
2.4 Programme zur Wirtschaftsförderung
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