Leons Entscheidung
Leon Bekston saß auf dem Boden seines Zimmers und räumte einen grauen Rucksack aus, der schon ziemlich mitgenommen aussah. Er war nun kein kleiner Junge mehr, sondern ein Teenager von 18 Jahren, der sich inzwischen auf den höchsten Abschluss – dem Abitur – vorbereitete. Obwohl er sich über seine Noten und Leistungen in der Schule hätte freuen können, gab es nur eine einzige Sache, über die er sich ganz besonders freute.
Jedes Mal, wenn er draußen auf dem Schulgelände stand und zu dem strahlend blauen Himmel empor sah, dachte er an das vergangene Abenteuer zurück, das er mit seinen Freunden Alexander Nightmore und Norman Greeman erleben durfte.
Nun waren vier Jahre ins Land ge - und kein Tag vergangen, an dem er nicht an weitere Abenteuer dachte.
Während er eine Sache nach der anderen aus dem Rucksack holte, fragte er sich, wann er wohl die Gelegenheit bekommen würde, noch einmal ein so großes Abenteuer zu erleben.
Gerade wollte Leon nach dem nächsten Gegenstand greifen, als seine Finger plötzlich etwas Kaltes und Hartes ertasteten. Was ist das?, fragte er sich und starrte auf den Rucksack hinunter.
Nachdem er sich aus seiner Starre gelöst hatte, nahm er all seinen Mut zusammen, packte fest zu und zog es heraus. Sofort schoss ihm ein glühend heißer Blitz durch den Kopf, als er auf den Gegenstand in seiner Hand hinunterblickte.
Es war eine kleine, silberne Pistole. Der Griff war in einem dunklen Braun gehalten.Das ist doch nicht möglich, dachte er sich und fasste sich an die Stirn.
Als er vor zwei Jahren wieder nach Hause gekommen war, hatte er seinen Rucksack unachtsam in eine Ecke seines Zimmers geschmissen und seitdem nie wieder einen Gedanken daran verschwendet – bis jetzt. Da er kurz vor seinen Prüfungen und somit vor den Sommerferien stand, hatte seine Mutter Ashley ihn dazu verdonnert mal wieder sein chaotisches Zimmer aufzuräumen. Leon war fast fertig damit. Es lagen nur noch ein paar dreckige Klamotten herum, die er ins Bad bringen musste. Doch auf einmal war das nicht mehr relevant. Es war plötzlich alles nicht mehr so wicht