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Als die ersten Sonnenstrahlen zum Fenster hereinfielen, erwachte Kayla aus ihrem Traum. Ein Gefühl der Geborgenheit begleitete sie. Einen Moment lag sie still da, ehe sie sich streckte und sich nach links drehte, um ihr Gesicht im Kissen zu vergraben. Sie schlang die Arme darum und wollte sich ein paar Sekunden Zeit lassen, ehe sie sich den endlosen Besprechungen und Herausforderungen des Tages stellen musste.
Ein leises Lachen drang an ihre Ohren und riss sie aus ihrem Schlummer. Sie schoss in eine aufrechte Position. Ihr Feuer erwachte schlagartig aus seinem Schlaf. Adrenalin pumpte durch ihre Adern, in Erwartung eines Feindes, als sie in vertraute Augen blickte. Ihr morgendliches Hirn brauchte einen Moment, um die Person nicht als Gefahr abzustempeln. Kieran saß angezogen neben ihr auf der Bettkante und grinste sie an. Die Narbe, die sich über seine rechte Gesichtshälfte zog, war in den letzten Wochen blasser geworden. Seine Haare waren etwas länger als üblich, was aber seinem Anblick nichts abtat. Ihr Puls beruhig