Kapitel 1: Über Fluss und Stein
Er biss in einen Apfel, während er dem Klang des Baches lauschte, der neben dem Baum vor sich hinplätscherte. Der Apfelbaum war in einiger Entfernung vom Dorf gelegen, er konnte die Dächer gerade noch so hinter einem Hügel sehen und dann und wann waren das geschäftige Getuschel und Treiben der Dörfler zu vernehmen.
Doch die Dörfler mochten ihn nicht und das konnte er ihnen nicht verübeln. Harucs gesamter Körper war immerhin voller schwarzer Tataus, runenartiger Zeichen, die ihn als suspekt brandmarkten. Die Einzige, die ihn zu mögen schien, war das kleine Mädchen Annabell. Sie war vielleicht sieben Jahre alt, klein, nicht besonders auffällig und hatte blonde Zöpfe. Sie war das erste gewesen, das er gesehen hatte, nachdem er erwacht war, angespült an das Ufer etwa dreihundert Meter weiter flussabwärts.
Was er in dem Fluss tat und wieso er angespült wurde, das fragte er sich ständig, doch kaum einer der Dörfler würde es wissen. Annabell fragte ihn, wie er hieße und er antwortete wahrheitsgemäß und obgleich seiner Warnung, wildfremden Menschen nicht einfa