: Frank Kralemann
: Ausweichen Die hohe Kunst der Selbstsabotage
: Books on Demand
: 9783695128204
: 1
: CHF 6.10
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 134
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Warum vermeiden Sie schwierige Gespräche? Weshalb greifen Sie bei Stress zur Schokolade? Warum können Sie nicht Nein sagen? Die Antwort liegt in der Macht der Konditionierung. Wie Marionetten folgen wir unsichtbaren Fäden, die oft in unserer Kindheit geknüpft wurden. Diese automatischen Muster bestimmen, wie wir auf Stress reagieren, warum wir Herausforderungen ausweichen und weshalb wir uns selbst im Weg stehen. Dieses Buch entschlüsselt die verborgenen Mechanismen hinter unserem Verhalten. Von Pawlows Hunden bis zu Social-Media-Sucht, von Schmerzgedächtnis bis Prokrastination.Sie erfahren, warum Sie sind, wie Sie sind. Aber es bleibt nicht bei der Analyse: Mit bewährten Strategien und alltäglichen Beispielen zeigt Ihnen dieses Buch, wie Sie alte Muster durchbrechen und neue, dienliche Verhaltensweisen etablieren können. Entdecken Sie: Warum Ihr Gehirn auf Autopilot läuft und wie Sie das Steuer übernehmen Wie aus Schutz ein Gefängnis wird und Vermeidung das Problem verschlimmert Weshalb kleine Schritte zu großen Veränderungen führen Wie Sie die Freiheit finden, bewusst zu wählen statt automatisch zu reagieren Ein Buch für alle, die verstehen wollen, warum sie handeln, wie sie handeln und die bereit sind, ihr eigenes Leben bewusster zu gestalten.

Frank Kralemann schreibt seit 2007 Bücher. Immer über Themen die ihn auch betreffen. Er möchte ein Bewusstsein beim Leser wecken und seine Erkenntnisse weiter tragen. Frank Kralemann wohnt in der Nähe des Teutoburger Waldes und ist Vater und Großvater.

Kapitel 3: Belohnung und Bestrafung - Die operante Konditionierung


"Die Konsequenzen unseres Verhaltens bestimmen die Wahrscheinlichkeit, dass wir dieses Verhalten wiederholen. Wir sind in gewissem Sinne Sklaven unserer Verstärkungsgeschichte."

– B.F. Skinner, Psychologe und Begründer des radikalen Behaviorismus (1904-1990)

B.F. Skinner und die Verhaltensbox


Stellen Sie sich vor, Sie beobachten eine Ratte in einem Käfig. In der Ecke ist ein kleiner Hebel. Die Ratte läuft herum, schnuppert, erkundet. Zufällig drückt sie auf den Hebel – und ein Futterpellet fällt herab. Zufall? Die Ratte weiß es nicht. Sie läuft weiter, drückt irgendwann wieder – noch ein Pellet. Nach wenigen Wiederholungen hat sie es verstanden: Hebel drücken = Futter. Ab jetzt drückt sie gezielt und immer öfter.

Was Burrhus Frederic Skinner in den 1930er Jahren in seiner berühmten"Skinner-Box" beobachtete, war revolutionär und gleichzeitig so einfach: Verhalten, das belohnt wird, wird wiederholt. Verhalten, das bestraft wird, wird seltener. Diese simple Erkenntnis erklärt einen Großteil unseres täglichen Handelns.

Denken Sie an Ihren Arbeitsalltag. Warum kommen Sie pünktlich? Weil Sie dafür"belohnt" werden – mit Gehalt, Anerkennung, dem guten Gefühl, zuverlässig zu sein. Warum melden Sie sich in Meetings zu Wort? Weil Ihre Ideen geschätzt werden. Oder warum halten Sie sich zurück? Vielleicht weil Sie einmal unterbrochen oder Ihre Idee abgelehnt wurde – eine Form der"Bestrafung". Skinner ging noch weiter. Er entdeckte, dass nicht nur das"Was" der Belohnung wichtig ist, sondern auch das"Wann". Eine Taube, die nur jeden zehnten Pickversuch belo