: Peter Koch
: Daten-Orakel Künstliche Intelligenz zwischen Vision und Fassade
: Books on Demand
: 9783819240973
: KI ? Hinter den Kulissen
: 1
: CHF 6.60
:
: Informatik
: German
: 196
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein kritischer und realistischer Einblick hinter die Kulissen von KI und des digitalen Wandels. Ein Buch für alle, die die Hintergründe der Technologie wirklich verstehen wollen: Wer KI für Magie hält, wird hier enttäuscht - wer sie verstehen will, kommt voll auf seine Kosten. Folgende grundlegenden Fragen werden behandelt: Wie funktioniert KI? Was sind die Schwachstellen der Technologie? Ist der Hype darüber übertrieben? Wie groß ist die Abhängigkiet von den US-Konzernen? Welchen Einfluss hat die KI auf die"Cloudifizierung" und die zunehmend datengetriebenen Geschäftsmodelle?

Der Autor bringt als Diplom-Informatiker sowohl fundiertes theoretisches Wissen als auch umfangreiche praktische Erfahrung mit. Bereits seine Diplomarbeit widmete er dem Thema KI, womit er sich frühzeitig mit dieser Technologie auseinandersetzte. Nach ersten Berufsjahren bei IT-Unternehmen, darunter auch bei einem der großen US Tech-Konzerne, ist er seit vielen Jahren bei einem führenden Entertainmentunternehmen im Bereich Datenbanken, Hochverfügbarkeit und Datenmanagement tätig. Als"Mann der Praxis" versteht er es, komplexe technische Konzepte verständlich zu erklären und die KI-Welt als Teil einer voranschreitenden Digitalisierung zu sehen. Die Kombination aus technischem Fachwissen und praktischer Erfahrung befähigt ihn, in diesem Buch einen realistischen und kritischen Blick hinter die Kulissen des digitalen Wandels zu werfen.

Geschichte der Informationstechnologie


Abb. 3.1 Technologischer Fortschritt ist der Motor der digitalen Revolution.

Um Künstliche Intelligenz richtig einzuordnen, sollte man sie im Zusammenhang der gesamten Digitalisierung betrachten. Dabei ist es wichtig, die historische Entwicklung der IT nachzuvollziehen und die rasante Fortschrittsgeschwindigkeit der IT zu beachten. Waren es zu Beginn Jahrzehnte und danach Jahre, so kann man heute fast schon in Quartalsabständen Fortschritte vernehmen. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung ist KI kein neues Phänomen, die Techniken existieren schon sehr lange. Die Verfügbarkeit immer größerer Rechenleistungen zu immer günstigeren Preisen führte schließlich zum Durchbruch.

Meilensteine


1941 Der erste Digitalrechner Z3

Der deutsche Ingenieur Konrad Zuse stellte 1941 den ersten funktionsfähigen Digitalrechner vor. Die sogenannte Z3 wurde in elektromagnetischer Relaistechnik mit 600 Relais für das Rechenwerk und 1400 Relais für das Speicherwerk ausgeführt. Die kleiderschrankgroße Maschine schaffte zwei FLOPS (englisch für Floating Point Operations Per Second), d.h. Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Die Z3 gilt als erster funkti onsfähiger Universalrechner der Welt. Er besaß schon recht viele Eigenschaften moderner Rechner. Das System arbeitete digital, hatte einen Speicher, war programmierbar und damit universell einsetzbar[1]. Der Grundstein für die Entwicklung moderner Computer war gelegt.

1981 Der erste PC

1981 bringt der damalige Weltmarktführer IBM den ersten Personal Computer PC, ein Einzelplatzrechner für den persönlichen Gebrauch auf den Markt. Der PC stellte keine wirkliche technische Neuerung dar. Produkte von Atari, Commodore und Apple hatten sich vorher schon am Markt etabliert. IBM konnte damit aber einen Standard setzen. IBM hatte damals kein eigenes Betriebssystem für den geplanten PC. Also kaufte IBM sein DOS-System bei dem Startup Unternehmen Microsoft. Aus dem kleinen, von Bill Gates und Paul Allen gegründeten Microsoft erwuchs ein Imperium, dessen Einfluss die gesamte Technologiebranche bis gegenwärtig prägt