: Tamamaru
: Mein ruhiges Leben als Schmied in einer anderen Welt (Light Novel): Band 4
: JNC Nina
: 9783989617537
: 1
: CHF 7.40
:
: Kinder- und Jugendbücher
: German
: 272
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Bei einem Spaziergang im Wald treffen Eizo und seine Mitbewohnerinnen unerwartet auf Samyas Kindheitsfreundin, die Wolfsfrau Jolanda, die wegen des Angriffs eines Großen Schwarzbären aus ihrer Bleibe fliehen musste. Die Familie nimmt die Geflüchtete erst einmal bei sich auf und beschließt, das Tier zu erledigen, bevor es sich zu einem richtigen Ungeheuer entwickelt. Vor dem Hintergrund seiner letzten Begegnung mit einem Vertreter dieser Spezies ist Eizos Anspannung groß, doch durch eine geschickte Strategie und den tatkräftigen Einsatz aller Beteiligten endet der Kampf glücklicherweise erfolgreich. Bei der anschließenden Siegesfeier verrät Jolanda ihren neuen Freunden zum Dank, dass in der Stadt magische Messer im Umlauf sein sollen. Von Neugier und Wissensdurst getrieben, machen Eizo und Rike sich auf den Weg, um einen dieser mysteriösen Gegenstände zu finden, von denen noch nicht einmal Camilo bisher etwas gehört hat ...

Prolog: Der Besucher


Es gibt einen Ort, an dem die Bäume so dicht stehen, dass es auch tagsüber dunkel ist, wo große Bären und Rudel hochintelligenter Wölfe umherstreifen und dem nachgesagt wird, dass eine unkundige Person, die sich hineinverirrt, nicht wieder herauskommt.

Man nennt ihn in dieser Welt „Schwarzer Wald“.

Durch diesen schritt allein ein junger Mann. Er war zwar ein wenig schmächtig, ließ jedoch innere Stärke erkennen. Sein äußeres Erscheinungsbild, das durchaus die Bezeichnung „schöner Jüngling“ verdient hätte, war aber ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden.

Auf seinem einsamen Weg durch den Wald hatte der junge Mann ein gewisses Ziel in dessen Tiefen, doch obwohl er, der Wegbeschreibung nach zu urteilen, die er gehört hatte, gerade erst die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht hatte, war er bereits von Wölfen, Wildschweinen und einem Bären angefallen worden. Zwar war es ihm mit etwas Glück jedes Mal gelungen zu entkommen, doch auf seinem Gesicht zeigte sich Erschöpfung, die er nicht zu verbergen vermochte.

Wäre es möglich gewesen, hätte er sogleich mit den Vorbereitungen für sein Nachtlager beginnen und eine Rast einlegen wollen, doch wenn er an die Gefahren dachte, denen er bisher begegnet war, konnte er sich keineswegs vorstellen, dass die Nacht sicherer sei. Die Bedrohung würde bestimmt nur noch größer werden. Der junge Mann entschied, dass es wohl am besten war, dem Versuch, sein Ziel zu erreichen, trotz der damit verbundenen Anstrengungen den Vorzug zu geben, und zwang seinen müden Körper immer weiter vorwärts.

„Dass an so ’nem Ort ein ‚einfacher Schmied‘ leben soll, ist ja wohl ein Witz!“, sagte er zu sich selbst, nachdem er den an seiner Hüfte befestigten Trinkbeutel genommen und einen Schluck Wasser getrunken hatte. Sein Ziel bestand darin, dem Schmied, der angeblich in diesem Wald lebte, einen Besuch abzustatten. Der junge Mann war nämlich auf eine Waffe aus. Dazu noch ein Meisterstück, das der Dämonenkönigin im Kampf ebenbürtig ... nein, mehr als das wäre.

Er glaubte zu wissen, was das bedeutete. Wollte er sich etwas fertigen lassen, das durch bloßes Emporhalten einen Blitzschlag hervorrief und dessen Schwingen einen Sturm auslöste, so glich dies dem Verlangen nach der Rekonstruktion einer göttlichen Waffe.

Und obwohl seine Wünsche nicht ganz so weit gingen, wollte er die entsprechende Power. Doch dürfte es bisher nicht viele gegeben haben, denen es gelungen war, ein solches Niveau überhaupt zu erreichen. Damit eine „legendäre Waffe“ erschaffen werden konnte, mu