Der Tag, an dem sie beschloss, den Kopf nicht mehr hängen zu lassen
„Es tut mir leid, Dahlia. Bitte lass uns unsere Verlobung auflösen.“
Diese Bitte kam von ihrem Verlobten, eine Stunde nach Betreten ihres neuen Zuhauses, noch am selben Tag des Einzugs.
Eine plötzliche Verlobungsauflösung. War das nicht wie eine Szene aus einem Otome-Game, in der der Prinz zum Schulabschluss die adlige Antagonistin abserviert? Aber in diesem Heim waren sie zu zweit, niemand sonst war da und hinter ihrem Verlobten stand auch keine Antagonistin. Während sie solchen eskapistischen Gedanken nachging, stellte Dahlia ihm eine Frage.
„Ich würde gerne den Grund erfahren ...?“
Tränen sammelten sich in den vertrauten mandelfarbenen Augen ihres Verlobten Tobias, als er ihr antwortete.
„Ich habe ... meine wahre Liebe gefunden.“
Dahlia wünschte sich von irgendjemandem ein Lob dafür, dass sie nicht laut losprustete.
Dies war eine Welt, in der es Magie gab. Ebenso Dämonen, Ritter und Magier.
Dahlia, für die all das nur Fantasy gewesen war, wurde in diese Welt wiedergeboren.
In ihrem vorigen Leben stammte sie aus einer gewöhnlichen japanischen Familie, ging zur Schule, machte ihren Universitätsabschluss und fand eine Anstellung bei einer gewissen Firma für Haushaltselektronik. Sie hatte gehofft, in die Produktion zu kommen, wurde aber in ihrem zweiten Jahr in die Reklamationsabteilung versetzt. Die Tage dort waren zermürbend.
Das Letzte, woran sie sich erinnerte, waren schlimme Schmerzen in der Brust während nächtlicher Überstunden. Ihre Todesursache war daher wohl eine Art Herzinfarkt.
Als sie das nächste Mal die Au