: Palina Dautfest, Helena Candel
: Maskenmeer
: Books on Demand
: 9783819273032
: Wellenland Reihe
: 1
: CHF 7.00
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: German
: 638
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein fesselnder Young Adult Roman voller Mystery, Romance und dunkler Geheimnisse, der zwischen den Mauern eines Elite-Internats und dem drohenden Untergang eines Königreichs spielt. Seit der letzte Thronfolger in Wellenland unerwartet verstorben ist, herrscht im ganzen Land Aufruhr. Das Königreich wird von maskierten Männern bedroht, die scheinbar wahllos Menschen aus dem Schloss entführen. Anfangs sehen sich die siebzehnjährige Lucy und ihr bester Freund Richard als Außenstehende, die mit ihren eigenen Sorgen zu kämpfen haben. Während Lucy ausgerechnet für den beliebtesten Schüler des Elite-Internats Gefühle entwickelt, muss sich Richard zwischen einer alten und neuen Liebe entscheiden. Doch nachdem auch sie von unbekannten Maskierten verfolgt und terrorisiert werden, wird ihnen bewusst, dass sie selbst mittendrin stecken. Jemand hat es auf sie abgesehen, nur warum? Nichts ergibt mehr Sinn, schon gar nicht, dass sie Zeichen von jemandem erhalten, der längst tot ist.

Palina Dautfest (geb. 1994) begann im Alter von zehn Jahren mit dem Schreiben eigener Geschichten. Gemeinsam mit Co-Autorin Helena entwickelte sie bereits in der Grundschule erste Ideen für ihren Roman Maskenmeer. Sie lebt in München und ist als Online-Redakteurin tätig.

SIRENEN IN DER NACHT


Lucy


Der Mond leuchtete hell über den verlassenen Straßen von Regenstein und tauchte die Häuser in ein silbernes Licht. Kühle Nachtluft schlug mir entgegen, als ich die Haustür leise hinter mir zuzog und meinem besten Freund Richard nach draußen folgte.

Es war ungewöhnlich kalt für eine Septembernacht in Wellenland, weshalb ich froh war, meine Jeansjacke über mein dünnes Sommerkleid gezogen zu haben. Normalerweise wurde es hier selbst im Winter nie richtig kalt, während im Sommer fast kein Tag ohne Sonnenschein verging. Das milde Klima war nur einer von vielen Gründen, warum ich es liebte in Wellenland zu leben. Doch die letzten Sommertage waren gezählt und erinnerten mich daran, dass wir am Montag alle aufs Internat zurückkehren würden.

Ich vergrub die Hände tiefer in den Taschen meiner Jacke, während Richard und ich uns suchend nach unserem Freund Marco umsahen.

Marco arbeitete in einer angesagten Bar in Wellenstadt und war deshalb nicht gemeinsam mit uns nach Regenstein gefahren. Das behauptete er jedenfalls. Ich war mir sicher, dass er einfach keinen Bock gehabt hatte, bei den Hochzeitsvorbereitungen von Richards Tante zu helfen. Er hatte Richard geschrieben, dass seine Schicht gegen elf Uhr enden würde und er anschließend den Bus nach Regenstein nehmen wollte.

Eigentlich hatten wir auf ihn warten wollen, doch Ri