Emotionen, es sind Dämonen. Sie kommen dich holen.
Sie werfen dich aus der Bahn, sie legen dich lahm.
Sie legen dich in Ketten, du kannst darauf wetten,
wenn du denkst, sie besiegt zu haben,
du ihnen nur die Freiheit schenkst, erneut zuzuschlagen.
Sie werden in dir toben, du hast dich belogen,
im Glauben daran, sie verschwinden irgendwann.
Die Enttäuschung steht dir ins Gesicht geschrieben,
sie dich in die Wüste trieben.
Du wirst von Halluzinationen geplagt.
Du wirst bis ans Ende der Welt gejagt.
Du wirst fallen
und im Glauben daran, auf den Boden zu knallen
und alles hätte ein Ende,
enttäuscht erkennen, es kommt keine Wende.
In einem scheinbar endlosen Fall erkennst du auf einmal,
dass dein Leben an dir vorbeizieht,
du bist nur noch eine Hülle, die zusieht.
Die Emotionen nehmen dich komplett ein,
es macht so langsam den Anschein,
als wärst du hier nicht mehr gebraucht,
es gibt nichts, was dir neues Leben einhaucht.
Und während du tust fallen, hörst du das Echo verhallen,
bis es totenstill wird
und die letzte Emotion in dein Herz irrt.
— 2022
Emotionen treffen einen oft unverhofft. Sie bauen sich auf, bis sie einen im Sturm erobern und völlig einnehmen. Das können sowohl angenehme, gewollte, positive Emotionen als auch unangenehme, ungewollte, negative sein. Doch eine Emotion an sich ist weder das eine noch das andere. Sie ist einfach. Wir Menschen bewerten Emotionen als