: Theodor Nebl
: Das Chanukkafest und seine jüdischen Märchen
: Books on Demand
: 9783819221071
: 1
: CHF 7.90
:
: Erstlesealter, Vorschulalter
: German
: 268
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nicht selten spürt man in jüdischen Märchen den Geist der biblischen Mythologie. Anlehnungen an Bibeltexte und Namen aus der Bibel kennzeichnen sie. Doch sie beinhalten viel mehr als das! Sie verbreiten ganz häufig einen riesigen Spaß! Freut euch auf feine Geschichten, die von Dummheit, List und Klugheit berichten! Von jüdischem Witz sind sie alle voll! Nur darum ich sie erzählen und reimen muss, will, kann und soll!

Der Autor Theodor Nebl hat in seiner beruflichen Tätigkeit eine Reihe wissenschaftlicher Lehrbücher verfasst. Zur Freude seiner Kinder, Enkel und aller an Märchen interessierten Leser wechselte er vor einiger Zeit das Genre. Nun widmet er sich den Märchen aus aller Welt. Er erzählt die Märchen neu und setzt sie in Reime. So entstand frei nach den Gebrüdern Grimm unter anderem die zehnbändige Reihe »Gereimte Märchen« und zuletzt der Titel »Freya und das Halsband der Brisinger«.

Moses Stab


Seit dem Tag, an dem Batja, die Tochter des Pharaos,

Moses in dem Körbchen im Schilfe des Nils fand

und ihn rettete, mit eigener Hand,

gingen viele Jahre ins Land.

Moses wuchs zu einem stattlichen,

gut aussehenden Jüngling heran,

dies man wohl berichten kann.

Er wusste, dass er ein Jude war,

obwohl er das Gewand eines

ägyptischen Höflings trug, fürwahr.

Täglich konnte er die Knechtschaft sehn,

in der die Ägypter mit seinem Volk umgehn.

Auch die Trauer jüdischer Mütter

war ihm bekannt,

denen man ihre neugeborenen Söhne

wieder und wieder entwand.

Sie zu töten hatte der Pharao befohlen!

Mit Gewalt ließ er die Kinder

aus den Zelten und Hütten holen!

Denn er hatte bei sich gedacht:

Wird die Zahl der Juden einst,

größer als die der Ägypter sein,

d