: Jana Voosen
: Love is (not) an algorithm - oder: Pantoffel oder Held? Roman: Ein Liebesroman voller Humor über die Ups und Downs der Online-Partnersuche
: dotbooks
: 9783989528710
: 1
: CHF 8.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 250
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine neue Hoffnung am Dating-Himmel - hat sie den Code für die Liebe geknackt? Schon wieder Single ... Franzi scheint leider einfach kein Händchen für die Partnerwahl zu haben. Aber als die Werbeagentur, für die sie arbeitet, eine Kampagne für eine Singlebörse vorbereitet, scheint ihr Moment gekommen: denn die Firma »Dreamteam« hat eine ganz neue Methode entwickelt, um Mr. Right zu finden und Franzi bietet sich natürlich sofort als Testperson an. Die patentierte Liebesformel soll ihr den Traummann quasi auf dem Silbertablett präsentieren - doch stattdessen stolpert sie von einem furchtbaren Date ins nächste ... Aber was, wenn der Richtige für Franzi gar nicht bei »Dreamteam«, sondern im echten Leben zu finden ist? »Kaum eine Autorin schreibt so gefühlvoll und romantisch wie Jana Voosen.« Kerstin Gier Eine spritzige RomCom für Fans von Kerstin Giers »Lügen, die von Herzen kommen« und Christina Lauren.

Jana Voosen, geboren 1976, teilte ihren Eltern bereits im Alter von sechs Jahren mit, dass sie entweder Schauspielerin oder Schriftstellerin werden würde. Folgerichtig absolvierte sie später eine Schauspielausbildung in Hamburg und schrieb parallel dazu ihr erstes Buch. Seitdem veröffentlichte sie zahlreiche Romane und Kurzgeschichten, schrieb Bühnenstücke für das Theater und ist immer wieder in TV-Produktionen zu sehen, vom »Tatort« bis zu internationalen Produktionen wie »Homeland«. Jana Voosen im Internet: instagram.com/janavoosen und facebook.com/HHJaVoo Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin »Zuckerwatte mit Chili - Gute-Laune-Geschichten«, »Spotlight on Love«, »Love, Charms and Other Deceptions«, »Chasing Cupid«, »Love by Delivery« und »Fashioned for Love«.

Kapitel 1


 

»Also, Frau Martens, als Mitarbeiterin bekommen Sie natürlich einen Rabatt von fünfzig Prozent«, erklärt mein Gegenüber, »denn glücklich liierte Mitarbeiter sind für uns die allerbeste Werbung. Sie verstehen?« Ich lasse meinen Blick durch das elegante Büro meines neuen Auftraggebers mit dem wunderschönen Ausblick auf die Hamburger Binnenalster wandern und kann noch immer nicht recht glauben, dass meine Chefin mir allen Ernstes die Alleinverantwortung für unseren neuesten Werbekunden übertragen hat, die Internet-Partnerbörse DreamTeam!

Endlich! Endlich! Nach fünf Jahren als Junior-Produktmanagerin, was übersetzt eigentlich nichts anderes bedeutet als Laufbursche für den Produktmanager, habe ich jetzt mein erstes eigenes Projekt. Mein Ansprechpartner Herr Löffelstiel, der mir gegenüber in einem mächtigen schwarzen Ledersessel thront, ist ein freundlicher, grauhaariger Mann im tadellos sitzenden Nadelstreifenanzug, der an jeden zweiten Satz die Worte »Sie verstehen?« anhängt. Ein wenig aus dem Konzept bringt mich das Augenzwinkern, das diese Floskel begleitet und das irgendwie anzüglich wirkt. Sie verstehen, zwinker, zwinker?

»Ah, ja, ich verstehe«, sage ich und zwinkere vorsichtshalber zurück. »Aber das wird nicht nötig sein. Ich habe bereits einen Freund. Bin glücklich liiert sozusagen. Sie verstehen?«, rutscht es mir heraus und ich beiße mir auf die Unterlippe. Reiß dich zusammen, Franzi. Sonst denkt er noch, dass du dich über ihn lustig machen willst. Aber Herr Löffelstiel sieht vollkommen arglos aus.

»Wie schön für Siel Welche Quote?«

»Bitte?«, frage ich irritiert, als mir gerade noch rechtzeitig einfällt, dass dies bei DreamTeam der Fachausdruck für die Kompatibilität zwischen Mann und Frau ist. »Keine Ahnung. Wir haben uns auf die altmodische Art kennengelernt. Vor drei Jahren. Auf einer Party.« Entschuldigend hebe ich die Schultern.

»Ich verstehe. Nun, dann kommen Sie doch mal vorbei mit Ihrem ...?«

»Fabian«, ergänze ich.

»Mit Ihrem Fabian. Dann können Sie hautnah miterleben, wie wir arbeiten. Und bei der Gelegenheit können Sie gleich überprüfen, ob Sie auch mit dem richtigen Mann zusammen sind. Die richtige Entscheidung getroffen haben, sozusagen. Sie verstehen?« Ich blinzele verunsichert. Meint der das ernst?

»Danke, aber ich kann meinen Freund sehr gut riechen«, wehre ich ab und nehme damit gleich Bezug auf den Werbeslogan »Liebe geht durch die Nase«, den ich Herrn Löffelstiel für das neue Produkt Gentest vorgeschlagen habe.

»Das glauben Siel Aber sind Sie sich auch ganz sicher, dass auf Ihre Nase Verlass ist? Wussten Sie zum Beispiel, dass der Geruchssinn einer Frau durch hormonelle Verhütungsmittel vollkommen irregeleitet wird?«

»Äh, nein«, gebe ich zu.

»Und dann die übertriebene Hygiene von heute. Ich sage nur Antitranspirant. Wie sollen Sie als Frau den richtigen Partner auswählen, wenn der seinen Eigengeruch mit Chemie überdeckt?«

»Ja, das erschwert die Sache natürlich ungemein«, stimme ich ihm zu, während ich insgeheim ein Dankgebet gen Himmel sende, dass sich der Erfinder des Deos von dieser Argumentation nicht von seinem Schaffensdrang hat abhalten lassen. Ich bin nämlich überhaupt nicht scharf darauf, den Eigengeruch jeder Person, die mir auf der Straße begegnet, auf zehn Meter Entfernung wahrnehmen zu können. »Aber sehen Sie, ich habe eine