: Mareho Kikuishi
: Your Forma (Deutsche Light Novel) Band 4: Elektronische Ermittlerin Echika und der Albtraum von Sankt Petersburg
: JNC Nina
: 9783989615632
: 1
: CHF 7.10
:
: Kinder- und Jugendbücher
: German
: 370
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Drei Monate nach der Aufklärung des Falls 'E' sind Echika, Harold und ihre Kollegen weltweit noch immer auf der kräftezehrenden Suche nach weiteren 'TOSTI'-Nutzern und Allan Jack Russels. Auch dank Biggas Hilfe verzeichnen sie einzelne Erfolge, was die User anbelangt, und können das Programm nach und nach konfiszieren. Nur von dessen Entwickler fehlt weiterhin jede Spur.


Mitten in den Untersuchungen wird das Ermittlerduo ins Hauptquartier der Sankt Petersburger Stadtpolizei gebeten. Der Grund: Harolds früherer Vorgesetzter hat einen Anruf erhalten und sein Gesprächspartner behauptet, kein anderer zu sein als der eigentlich verstorbene Soson. Kurz darauf wird eine zerstückelte Leiche entdeckt, die stark an die der Opfer des 'Albtraums von Sankt Petersburg' vor zweieinhalb Jahren erinnert. Beginnt der 'Albtraum' nun tatsächlich von vorn? Und wie wirken sich die Erinnerungen an damals auf Harolds Gemütszustand aus?

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Ende Oktober. Bereits jetzt stand Sankt Petersburg an der Schwelle zu einem langen Winter.

„Es ist jetzt schon drei Monate her, dass wir auf diesen Allan Jack Russels gestoßen sind.“

Eine drückende Stimmung hing über der internationalen Konferenz im Beratungsraum der Sankt Petersburger Zweigstelle der Elektronischen Kriminalermittlungsbehörde. Der flexible Bildschirm an der Wand zeigte neben Totoki, die aus der Zentrale zugeschaltet war, zahlreiche Angehörige von Sonderuntersuchungseinheiten, die in den Zweigstellen sämtlicher Länder gebildet worden waren. Die Gesichter aller Konferenzteilnehmer waren gleichermaßen ernst – dabei bildete natürlich auch Echika, die tief in ihren Stuhl gesunken war, keine Ausnahme.

„Mir reicht’s langsam, ich will wenigstens mal irgendwelche Fortschritte“, seufzte Totoki. „Dann kommen wir zuletzt zum Bericht der Sankt Petersburger Zweigstelle. Geht’s mit dem ‚TOSTI‘-Rückruf voran?“

„Seit unserer letzten Besprechung konnten wir zwei weitere Privatnutzer bestimmen und das Programm jeweils in seiner aktuellen Form einziehen“, antwortete Fokin. Sein gewelltes dunkelbraunes Haar war ordentlich gelegt, doch in seinem Gesicht flackerte eine gewisse Erschöpfung auf. „Parallel kümmern wir uns weiter um unsere Nachforschungen zu Unternehmen, die Analyse-KIs eingeführt haben. Dating-App-Entwickler, Hinterbliebenenvereine, Industrieteileproduzenten, medizinische Einrichtungen ... Wir sind wirklich gründlich, aber bisher hat unsere Suche keine Früchte getragen.“

„TOSTI“, die Analyse-KI, die hinter dem Verschwörungstheoretiker „E“ steckte, der im Sommer über das anonyme Internetforum „TEN“ ganz Europa in Aufruhr versetzt hatte, wurde aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit inzwischen als Verstoß gegen das Internationale KI-Anwendungsgesetz beurteilt. Eine Zeit lang war sie allerdings als Open-Source-Programm öffentlich zugänglich und von jedermann downloadbar gewesen. Somit gab es neben den E-Ermittler-Geschwistern Robin, die für die Ereignisse vor Kurzem verantwortlich gewesen waren, mit Sicherheit weitere Menschen, die „TOSTI“ ahnungslos installiert hatten.

Seit der Aufklärung des Falls vor drei Monaten war man in den Zweigstellen der Kriminalermittlungsbehörde damit beschäftigt, die überall verstreuten „TOSTI“s ausfindig zu machen und zu konfiszieren.

„In Ordnung. Ich möchte, dass ihr mit den anderen Zweigstellen zusammenarbeitet und die Sache bis zum Jahresende zum Abschluss bringt“, erwiderte Totoki streng. „Das gilt für alle Zweigstellen. Ich denke, jedem