WIE ALLES BEGINNT
Monate zuvor:
Pieep, pieep, pieep.
Ich drücke aufsnooze. Fuck, Scheißwecker, denke ich mir und drehe mich im Bett auf die andere Seite. Schließe meine Augen und will noch nicht aufstehen.
Ein paar Minuten vergehen in Stille, als der Wecker wieder anfängt zu nerven. Es ist mittlerweile das dritte Mal, dass ich aufsnooze drücke, was bedeutet, dass es nicht wieder still ist, sondern dieses Mal das integrierte Radio anfängt, die Nachrichten von heute Morgen auszuspucken.
Die nervige Stimme fängt natürlich mit Politik an. Hier ’n Politiker hat Probleme mit dem und die mit anderen.
Weiter geht es mit Katastrophen, hier ’n Waldbrand und dort sind Städte überschwemmt.
Während ich mich langsam aus dem Bett quäle, wird das Wetter für den heutigen Tag vorgetragen, mit den Worten: »Der Sommer ist nun endgültig vorbei und der Regen hält Einzug. Heute werden Sie kaum Sonne sehen können und nehmen Sie sich einen Regenschirm mit.«
Danach spielt Musik, der Hit des Monats, der in Dauerschleife läuft.
Ich schleppe mich durch meine kleine Wohnung ins Badezimmer, unter die Dusche, während das nächste Lied weiterdudelt. Nach der Dusche esse ich noch nen trockenen Toast, mal wieder ohne Aufstrich, ich habe schon erneut vergessen einkaufen zu gehen. Ich schaue genervt auf die Uhr und stelle fest, dass ich schon wieder viel zu viel Zeit vergeudet habe und ich bereits vor zehn Minuten hätte losfahren müssen. Also schnell alle Sachen zusammenkramen und Jacke an. Ich springe halbwegs die Treppe hinunter, ohne darauf zu achten, wie laut ich bin. Unten angekommen, schnell in den Innenhof und das Fahrrad holen, und ab die Post. Dachte ich. Nichts mit Fahrrad holen und ab damit, nein, das kann doch nicht wahr sein, nicht schon wieder, geht mir durch meinen Kopf, als ich mein Fahrrad sehe. »Verflucht nicht, schon wieder!«, schreie ich leise vor mich hin. Das ist schon das zweite Mal diesen Monat. Na gut, dann habe ich immerhin eine plausible Erklärung für meinen Chef. Denke ich mir und gehe zu Fuß los. Statt zehn Minuten mit dem Fahrrad durch die Stadt zu düsen, gehe ich langsam und gemütlich zur Arbeit, auf ein paar Minuten mehr oder weniger kommt es jetzt wohl auch nicht mehr an.
Am Eingang d