Whilst the greatest effort has been made to ensure the quality of this text, due to the historical nature of this content, in some rare cases there may be minor issues with legibility. In den Vortr?gen, die ich hiermit auf die Wanderschaft hinausschicke, habe ich fr Fichte gesprochen. Das aber hei?t notwendiger Weise dasselbe wie: ich habe versucht, Verst?ndnis fr die Wissenschaftslehre zu vermitteln. Man kann keine einzige Lehre Fichtes verstehen, wenn man ber ihre Zusammengeh?rigkeit mit den Prinzipien jenes eigenartigen Gedankenbaues im Unklaren ist. Und selbst der Charakter des Mannes zeigt seinen ganzen Wert und seinen intimsten Reiz nur dem, der das System versteht, das sich - trotz des Anspruchs auf Allgemeingiltigkeit - auf eine pers?nliche Tat grndet: auf die Tat der ?berzeugung. Diese pers?nlichste aller Taten, die allein das Positive gibt, das die Person erst zur Pers?nlichkeit macht, ist der Angelpunkt der Fichtischen Philosophie. Leben und Lehre sind bei diesem Denker nicht blo? in ?bereinstimmung: in einem gewissen Betracht sind sie identisch. Hierin ist die - glcklicher Weise unbersteigliche - Kluft gegrndet, die zwischen der Fichtischen Philosophie und einem jeden liegt, der in der Antithese beharrend sich nicht zur Pers?nlichkeit geschaffen hat. So l??t auch Goethe, dem sich Fichte mit Recht viel n?her gewu?t hat, als das oberfl?chlicher Betrachtung zul?ssig erscheint, nicht zu den Geistern, die verneinen, sondern nur zu den echten G?tters?hnen das Wort sprechen, das wie die vollkommenste Zusammenfassung der beiden Hauptmotive der Wissenschaftslehre, des religionsmetaphysischen und des erkenntnistheoretischen, klingt:
Das Werdende, das ewig wirkt und lebt, Umfa?'' euch mit der Liebe holden Schranken, Und was in schwankender Erscheinung schwebt, Befestiget mit dauernden Gedanken!
Die Einsicht darein, was die Wissenschaftslehre eigentlich gewollt hat, ist keineswegs allgemein verbreitet. |