: Christiane Schramm
: Sozialkompetenztraining mit Hund. Ein tiergestütztes Kompetenztraining für Kinder und Jugendliche
: Diplomica Verlag GmbH
: 9783961464456
: 1
: CHF 31.70
:
: Soziologie
: German
: 200
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Tiergestützte Methoden werden in der Sozialen Arbeit zunehmend öfter bei den unterschiedlichsten Zielgruppen angewandt. Das Ziel einer empirisch fundierten Grundlage zieht sich durch diesen Bereich und soll ausgeweitet werden. Auf dieser Grundlage ist die Idee für das Konzept eines 'Sozialkompetenztrainings mit Hund' entstanden. Ziel ist es, für Kinder und Jugendliche ein Kompetenztraining zu gestalten, indem sie sich in Bereichen der sozialen Interaktionen erproben und weiterentwickeln können. Das Training arbeitet mit einem sozial-kognitiven Modell in der Gruppe, erlebnispädagogischen Bestandteilen und tiergestützen Grundlagen. Die Kinder und Jugendlichen erfahren durch kooperative Spiele und Wahrnehmungsübungen Inhalte des Konstruktes Sozialer Kompetenz. Durch eine mittels der erhobenen Gesamtstichprobe durchgeführten Evaluation wird zudem die Wirkung und der Mehrwert des Projektes diskutiert und erfasst. Das vorliegende Werk umfasst demnach ein ausgearbeitetes Konzept sowie die empirisch fundierte Auswertung der praktischen Durchführungen.

Christiane Schramm B.A., geb. Bartlick, wurde 1995 in Mainburg geboren. Direkt nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie ihr Studium in Sozialer Arbeit an der OTH Regensburg und entschied sich im Anschluss, ihre fachlichen Qualifikationen durch eine zertifizierte Weiterbildung zur Fachkraft für Tiergestützte Intervention und einer Ausbildung als Therapie-Begleithunde-Team zu erweitern. Durch die Tätigkeit im Bundesverband Tiergestützter Interventionen (BTI) und der tiergestützten Arbeit im Fachbereich der Jugendhilfe konnte sie zudem ihre praktischen Erfahrungen dahingehend ausbauen. Mit ihrem Hund Nero arbeitet sie seither auch im pädagogischen Setting und fördert Kinder und Jugendliche auf ganzheitlicher Ebene. Ihr grundlegendes Interesse an der Thematik der Tiergestützten Pädagogik festigte sich bereits während des Studiums und der weitergehenden Ausbildungen. Inspiriert durch die vielfältigen Möglichkeiten in der Tiergestützten Intervention und ihrer Leidenschaft zum Einsatz von Hunden im pädagogischen Setting, entstand das vorliegende Werk.
Textprobe: Kapitel 2.2 Entwicklung sozialer Kompetenzen: Für den Aufbau sozial kompetenten Verhaltens und damit einhergehenden Handlungsstrategien sind nach Jürgens und Lübben (2014) drei Ebenen relevant, die sich innerhalb der kindlichen Entwicklung bewegen und geformt werden. Emotionen. Der Bereich der Emotionen wird als eine grundlegende Ebene der Kommunikation dargestellt, zu der jedes Individuum von Geburt an fähig ist. Die Möglichkeit, Gefühle wahrzunehmen und darauf zu reagieren, ist zwar schon früh vorgegeben, dennoch entwickelt sich eine ausgereifte Handlungskompetenz sowie ein Verständnis für Emotionen im Laufe von individuellen Lebensphasen (vgl. Jürgens& Lübben, 2016). In der frühkindlichen Entwicklung werden zunächst nonverbale Emotionsausdrücke wahrgenommen und emotionale Erfahrungen sowie erste innerpsychische Emotionsregulationen erlebt. Hauptsächlich geht es in diesem Abschnitt noch um die Basisemotionen (vgl. Wertfein, 2006). Der Lernprozess findet in dem koregulierten System zwischen Kind und Bezugsperson statt. Durch die Spiegelung und dem unmittelbaren Ausdruck von Emotionen durch das Gegenüber, nehmen Kleinkinder Informationen für ein differenziertes Emotionssystem wahr, das stetig erweitert wird (vgl. Holodynski und Friedlmeier, 2006). Im Vorschulalter wird anschließend der sprachliche Gefühlsausdruck, das Emotionswissen und die Empathie entwickelt (vgl. Wertfein, 2006). Diese Fähigkeiten sind zum Eintritt ins Grundschulalter meist bereits gut ausgereift und differenziert. Je besser Kinder ihren Gefühlswortschatz und dessen Ausdruck beherrsche