Widerstände gegen Veränderungsprozesse. Eine Untersuchung zur Erwartungshaltung von Mitarbeitenden im Rahmen der Organisationsentwicklung.
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Tanja Glaser
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Widerstände gegen Veränderungsprozesse. Eine Untersuchung zur Erwartungshaltung von Mitarbeitenden im Rahmen der Organisationsentwicklung.
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Diplomica Verlag GmbH
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9783961464944
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1
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CHF 22.50
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Soziologie
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German
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80
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kein Kopierschutz
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Widerstände gegen Veränderungsprozesse sind kein Hindernis, sondern ein Spiegel der Unternehmenskultur. Dieses Buch zeigt praxisnah, wie Unternehmen durch transparente, frühzeitige und zielgerichtete Kommunikation die Akzeptanz von Veränderungen steigern können. Es liefert Methoden und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Widerständen und zeigt, wie Veränderungsprojekte erfolgreich gestaltet werden können. Experteninterviews zeigen, dass Widerstände in verschiedenen Formen auftreten und eine natürliche Reaktion auf Veränderungsprozesse darstellen. Der Entwicklungsprozess einer Immobilienorganisation wird nach dem Phasenmodell von Lewin unter Berücksichtigung der Erfolgsfaktoren nach Doppler/Lauterburg skizziert. Dabei werden die spezifischen Herausforderungen von Immobilienorganisationen sowie die Bedeutung und Anlässe für deren Entwicklung besonders berücksichtigt. Dieses Buch konzentriert sich darauf, wie man Widerstände bei Veränderungsprozessen verringern kann. Eine quantitative Studie analysiert die Erwartungen der Mitarbeitenden. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie mit Widerständen bei Organisationsentwicklungen umgegangen werden soll. Zusätzlich wird aufgeführt, wie diese Widerstände nachhaltig wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden können. Dieses Buch ist ein unverzichtbarer Leitfaden für Organisationsentwickler, Führungskräfte und Berater.
Tanja Glaser begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau bei einem Automobilzulieferer im Schwarzwald. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete sie Vollzeit als Sachbearbeiterin in der Logistikabteilung, sorgte für einen einwandfreien Materialfluss und optimierte Lagerbestände. Parallel zu ihrer Arbeit absolvierte sie ein Abendstudium zur Betriebswirtin VWA bei der VWA Freiburg. 2022 zog sie nach Stuttgart, wo sie ihr berufsbegleitendes Bachelorstudium im Bereich Betriebswirtschaftslehre abschloss. Heute unterstützt sie Unternehmen in den Bereichen Strategie- und Organisationsentwicklung sowie Change-Management. Dabei liegt ihr Fokus besonders auf der Begleitung von Führungskräften und Mitarbeitenden in Veränderungsprozessen.
Textprobe: Zielstellung dieser Studie 'Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.' Aufgrund der immer schneller werdenden wirtschaftlichen Entwicklungen sehen sich Unternehmen da-zu gezwungen, sich konstant zu verändern und den neuen Gegebenheiten anzupassen. Unternehmerischen Veränderungen gehen häufig mit Widerständen bei den Mitarbeitenden einher. Diese Studie thematisiert Widerstände gegen Veränderungsprozesse am Beispiel der Entwicklung einer Immobilienorganisation. Sie beleuchtet den Veränderungsprozess am theoretischen Modell und analysiert die Formen des Widerstands. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die Frage, wie Widerstände gegen Veränderungsprozesse verringert werden können. Die Theorie geht davon aus, dass Widerstände gegen Veränderungsprozesse verringert werden, wenn die Mitarbeitenden die Notwendigkeit der Veränderung verstehen. Außerdem wird die Partizipation im Veränderungsprozess als ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Veränderungserfolg und der Ausprägung von Widerständen beschrieben. Doppler und Lauterburg vertreten die Ansicht, dass mit zunehmender Einbindung der Betroffenen die Akzeptanz gegenüber Veränderungen steigt. Mitarbeitende, die von der Veränderung nicht betroffen sind, haben gemäß der Ansicht von Doppler und Lauterburg hingegen nicht die Erwartungshaltung, eingebunden zu werden. Wie Information und Partizipation mit Widerständen ge-gen Veränderungsprozesse in der Praxis zusammenhängen, wird vorab qualitativ in Tiefeninterviews und anschließend in einer quantitativ-empirischen Studie erforscht. In den Interviews berichten Experten über ihre Erfahrungen in Veränderungsprojekten, welche sie betreut haben. In der quantitativ-empirischen Studie wurden Berufstätige zu ihren Erlebnissen und Meinungen im Kontext zu Veränderungen bei ihrem Arbeitgeber anhand eines Online-Fragebogens anonym befragt. Basierend auf der Gegenüberstellung von Theorie und Praxis werden in dieser Untersuchung Handlungsempfehlungen abgeleitet, um bei zukünftigen Organisationsentwicklungen den Umgang mit Widerständen effektiv und effizient zu gestalten. Die Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen sollen Führungskräfte Impulse geben, wie sie Veränderungsprojekte erfolgreich und akzeptiert umsetzen können. Eine Vorstudie: Erfahrungsberichte zu Widerständen gegen Veränderungsprozesse Der Ablauf und die Form der Vorstudie Warum es wichtig ist, sich mit Widerständen gegen Veränderungsprozesse zu be-schäftigen, wird in den nachfolgenden Tiefeninterviews deutlich. Das Tiefeninterview ist eine qualitativ-empirische Forschungsmethode, welche sich dazu eignet, Zusammenhänge und Ursachen für konkretes Verhalten zu erfassen. Dem Befragten werden in einem Tiefeninterview keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Üblicherweise werden 10 bis 40 Tiefeninterviews durchgeführt, welche in Abhängigkeit des Themas zwischen 30 und 120 Minuten dauern. Aufgrund der Antwortindividualität ist die gewählte qualitativ-empirische Forschungsmethode als Vorstudie besonders geeignet. Im Vergleich zu einem Interview mit streng vorgegebenem Fragebogen ist es möglich, im Gesprächsverlauf auf bestimmte Themen näher einzugehen als vorab geplant. Verständnis- und andere Rückfragen können direkt gestellt und geklärt werden. Außerdem kann der Forscher dadurch erkennen, welche Themenschwerpunkte er bei seinen weiteren Untersuchungen setzen sollte. Es wurden drei Experten aus unterschiedlichen Bereichen anhand eines Interviewleitfadens etwa eine Stunde lang befragt. Das Intervi