: Anton Höllwart
: Hinter dem Silberregen Magische Urban Fantasy Romance im modernen Japan
: Books on Demand
: 9783759741561
: 1
: CHF 6.10
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: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hinter dem Silberregen beginnt eine Reise voller Magie und Hoffnung. Miyuki hat nur noch wenige Wochen bis zum Hochschulabschluss - doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als sie auf Frederick trifft. Hinter seinen von Sommersprossen umrahmten Augen verbirgt sich mehr, als sie ahnt: ein Fuchs, verwandelt durch eine geheimnisvolle Kette, gefangen in einem uralten Fluch. Zwischen den pulsierenden Straßen Kintoja und den stillen Schatten alter Legenden entfaltet sich eine Geschichte von Liebe, Mut und Selbstfindung. Während Miyuki den Verlust ihrer Mutter verarbeitet, kämpft Frederick darum, seine Familie zu retten - und das Dunkel, das ihn umgibt, ist tiefer, als beide begreifen können. Gemeinsam treten sie eine Reise an, die Stadt und Natur, Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Gefühle wachsen, Vertrauen wird auf die Probe gestellt - und bald geht es um mehr als ihr Glück. Ein modernes Märchen über Liebe, Freundschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Werden Miyuki und Frederick den Fluch brechen - oder werden die Schatten der Vergangenheit sie verschlingen?

Ein Überlebenskünstler, wie man ihn selten trifft. Zuhause? Kaum. Für ihn ist das Wort"Zuhause" ohnehin ein sehr dehnbarer Begriff. Grenzen? Keine. Zumindest keine, die er nicht mit seinem Reisepass überwinden könnte. Wo schreibt er dann? Meistens in Starbucks-Cafés - der Kaffee dort ist in Ordnung, und das kostenlose WLAN funktioniert tadellos. Also, wer ist Anton Höllwart? Ein aufstrebender Stern am Schriftstellerhimmel? Vielleicht. Ein verrückter Abenteurer, der versucht, mit seinen Manuskripten über die Runden zu kommen? Wahrscheinlich. Die Antwort steckt irgendwo zwischen den Zeilen von"Hinter dem Silberregen", und was du dort entdeckst, wird dich vermutlich überraschen.

erstes Kapitel


Ring Ring * Ring Ring * Ring Ring * Ring Ring *

»Wach auf!«

»Hmm…Hmm?«

»Hey, Yuki, komm jetzt!«

Den Worten folgte ein kräftiger Tritt gegen den Stuhl.

»Was, wie … Ich bin ja wach, alles gut!«

»Du weißt genau, wenn er dich noch mal erwischt, steht dein Vater gleich wieder beim Direktor auf der Matte.«

Das wusste Yuki natürlich auch selbst, aber der Unterricht bei Professor Morrison war einfach zum Sterben langweilig. Es war immer dasselbe – so kam es Miyuki, wie die meisten sie nannten, jedenfalls vor. Der eintönige Lehrstoff wurde durch die noch langweiligere Art und Weise, wie er präsentiert wurde, nicht sonderlich aufgewertet. Völlig emotionslos schien er ein uraltes Skript wiederzugeben, beinahe wie ein Roboter, der nie richtig gewartet wurde. Doch das eigentliche Problem lag in seiner monotonen Stimmlage, die keinerlei Höhen und Tiefen zu kennen schien. Die letzte Reihe, in der auch Miyuki und Nozomi saßen, erreichte dann nur noch ein öder Klang. Als würde er in seiner ganz eigenen Sprache einen Schlafzauber über das gesamte Klassenzimmer legen.

Professor Morrisons Frontalunterricht war wirklich schrecklich. So ganz wollte sie ihrem Professor und seinen Zauberkünsten dann aber auch nicht die Schuld für ihr ständiges Eindösen geben. Mit all diesen Formeln und Gleichungen dort an der Tafel konnte man Miyuki einfach nicht begeistern.

»Schon wieder…Puh…Weck mich doch früher, Nozomi!«

»Ich bin ja selber fast eingenickt. Die Pausenglocke hat mich gerade noch gerettet.«

»Du bist mir ja eine tolle Freundin!«, erwiderte Miyuki, bevor sich die beiden über ihre verschlafenen Augen halb krumm lachten.

Glücklicherweise handelte es sich nur noch um ein paar Wochen, bis sie ihren Abschluss in Kunst mit Schwerpunkt Musik in der Tasche hatten. Noch zwei, drei vereinzelte Prüfungstermine, und dann war es endlich geschafft. In Mathematik mit Professor