Kapitel 2: Ein neues Familienmitglied
Nachdem unser Atelier Eizo die Restauration des heiligen Schwerts der Elfen abgeschlossen hatte, war wieder unsere übliche Alltagsroutine eingekehrt: Wir fertigten Waren für den Verkauf und lieferten diese etwa einmal die Woche in der Stadt an. Gelegentlich begaben sich Samya und Diana auf die Jagd und wir alle sammelten dann gemeinsam die Beute ein. Auch das gehörte zu unserem gewohnten Alltag.
Und so verging eine Weile. Eines Tages machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um wieder Waren anzuliefern. Das Wetter war ausgezeichnet – ein wolkenloser, blauer Himmel breitete sich über unseren Köpfen aus und der Wind, der über die Grasebene strich, fühlte sich angenehm an. Gut gelaunt zogen wir unseren Handwagen.
Da erschien eine Menschengruppe, die wir normalerweise nicht antrafen. Zu ihren silbernen Rüstungen trugen die einzelnen Mitglieder Übermäntel, in die das Wappen der Stadt eingefärbt worden war. Es handelte sich um den Wachsoldatentrupp der Stadt. Dass sie hier patrouillierten, hatte ich zwar gehört, doch es war das erste Mal für mich, sie tatsächlich mit eigenen Augen zu sehen.
„Ah, guten Tag! Schönes Wetter heute!“, rief ich ihnen mit bemüht fröhlicher Stimme zu. Der Trupp bestand aus vier Leuten, unter denen ich auch ein mir vom Stadttor her bekanntes Gesicht entdeckte.
„Ach, ihr seid’s!“, antwortete die Stadtwache fröhlich lachend.
„Ist etwas vorgefallen?“, fragte ich beiläufig, als würde ich unsere Plauderei fortsetzen. Die Soldaten würden mir wahrscheinlich ohnehin nichts verraten, was ich nicht wissen durfte.
„Das kann man so sagen!“, erwiderte die Wache, ohne auch nur einen Moment zu zögern. „Es scheint, als würden hier in der Gegend in letzter Zeit Räuber ihr Unwesen treiben. Deshalb haben wir die Zahl der Patrouillen erhöht.“
„Räuber?“
„Ja, aber das ist eine ziemlic