: Abby Green
: Verführung in Venedig
: Cora Verlag
: 9783751534901
: Julia
: 1
: CHF 2.20
:
: Erzählende Literatur
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Die schöne Erbin Faye und den sexy CEO Primo Holt verbindet nur eine Zweckehe. Er braucht endlich einen seriösen Ruf, sie muss die Firma ihres Vaters retten! Aber woher kommt dann plötzlich das sinnliche Prickeln, sobald Faye in Primos Nähe ist? Beim gemeinsamen Besuch eines Maskenballs in Venedig kann sie nicht länger widerstehen. Im Rausch der Nacht gibt Faye sich Primo rückhaltlos hin - und riskiert so mehr als nur ihr Herz. Denn was geschieht, wenn er erfährt, dass sie ihm niemals geben kann, was er sich so heiß ersehnt?



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills& Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL


„Wie geht es Ihrem Vater? Wir haben ihn schon lange nicht mehr gesehen, und man hört so einiges …“

Faye MacKenzie zwang sich zu einem strahlenden Lächeln. Dieser Mann und seine Freunde hatten sie umzingelt, bevor sie entkommen konnte. Sie wusste sehr gut, dass die freundlichen Fragen und die vorgetäuschte Besorgnis nur Fassade waren. Dahinter steckte Neugier, die Hoffnung nach dem geringsten Hinweis darauf, dass ihr Vater den Vorstandsposten vonMacKenzie Enterprises niederlegen würde, den er seit dem Tod seines eigenen Vaters vor vierzig Jahren innehatte.

„Vielen Dank, ich richte Ihre Grüße aus. Meinem Vater geht es sehr gut, es ging ihm noch nie besser. Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen.“

Fayes Lächeln verblasste. Sie schnappte sich ein Glas Champagner vom Tablett eines vorbeigehenden Kellners und versteckte sich hinter einer üppigen Pflanze am Rande des Ballsaals, um durchzuatmen. Tatsächlich war nicht alles in Ordnung. Und diese Veranstaltung hatte ihren Verdacht bestätigt. Die Leute redeten.

In der Hoffnung, dass der Champagner ihre angespannten Nerven beruhigen würde, nahm sie einen Schluck. Als eine Brise über ihre Haut strich, blickte Faye sich um. Offene Türen führten auf eine Terrasse. Luft … Luft würde ihr guttun.

Sie ging hinaus, lehnte den Kopf an den kühlen Stein der Wand und schloss die Augen. Die Geräusche aus dem überfüllten Ballsaal hinter ihr wurden leiser – Menschen, die sich unterhielten, lachten, tratschten, untermalt von klassischer Musik. Sie konzentrierte sich auf die Geräusche der Stadt weit unter ihr. Eine Sirene, eine Autohupe.

Wenn sie nicht beruflich unterwegs war, verbrachte sie die meiste Zeit bei ihrem Vater in seinem Haus in Westchester. Normalerweise genoss sie es, zur Abwechslung in die Stadt zu kommen. Aber an diesem Abend wirkten die Geräusche der Metropole nicht beruhigend. Wenn sie heute nach Hause ging, würde sie die schlimmsten Befürchtungen ihres Vaters bestätigen müssen.

Sie öffnete die Augen und blickte mit leerem Blick auf die glitzernde Skyline von Manhattan. Frustration gemischt mit Angst pochte in ihrem Bauch. Warum war er so dumm gewesen, so etwas zu tun?

„Gefällt Ihnen die Party nicht? Nicht überraschend.“

Faye wurde ganz still. Ein absurder Gedanke ging ihr durch den Kopf … Sie wusste genau, wer sie angesprochen ha