: Sarah Helnwein
: Zukunft ungleich Vergangenheit Kinder ohne Gesichter
: Books on Demand
: 9783819269936
: Zukunft ungleich Vergangenheit
: 1
: CHF 3.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 328
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Ich finde dich«, hauchte ich. »Und ich werde deinen Machenschaften ein Ende setzen.« »Dann lasset die Spiele beginnen«, flüsterte sie und drückte mir einen letzten Kuss auf die Stirn. Ein flüchtiges Aufleuchten, ein ungewisser Upload - und ein schicksalhafter Auftrag eines Hologramms, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Julius und Luna, zwei jugendliche Außenseiter, sollen ein verschwundenes Mädchen retten. Doch warum wurden ausgerechnet sie ausgewählt? Als sie ihrem mächtigen Gegenspieler Cerberus begegnen, wird klar, dass mehr auf dem Spiel steht als das Leben des Mädchens. Jeder Schritt bringt Julius und Luna der Wahrheit näher - und denjenigen, die sie um jeden Preis in die Dunkelheit zerren wollen. Der erste Teil der Zukunft ungleich Vergangenheit - Trilogie

Sarah Helnwein wurde 2000 in Österreich geboren. Mit 12 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Während ihres Studiums veröffentlichte sie ihren Debütroman Zukunft ungleich Vergangenheit - Kinder ohne Gesichter. Ihre Inspirationen findet sie bei Spaziergängen in der Natur oder durch das Reisen. Wenn sie sich nicht gerade Geschichten ausdenkt, arbeitet sie im pädagogischen Bereich. Sie lebt in der Nähe von Wien.

Halluzination?


Jul

Meine Lunge brannte wie Feuer. Jeder Schritt schmerzte.Nicht aufgeben, hämmerte ich mir ein.Nicht aufgeben.Durchhalten.

96 … 97 … 98 …

Das Ende naht.

Schweiß auf Gesicht, Armen und Beinen. Ziehender Schmerz in Beinen, Lunge und Bauch. Scheißverspätung mit dem Bus.

110 … 111 … 112 …

Der Treppenabsatz. Er war zum Greifen nah.

118 … 119 … 120!

4. Stock erreicht. Noch ein kurzer Sprint zur Tür.

Ich mobilisierte meine letzten Kräfte und ignorierte den Schmerz, der durch meinen Körper schoss.

Die Tür. Endlich.

Mein Shirt klebte an meinem Körper. Schweißperlen tropften von meinem Gesicht. Mit feuchten Händen öffnete ich die Tür, schob mich in den Klassenraum und erstarrte.

8:10 Uhr.

Das ist unmöglich!

Die Tür krachte hinter mir ins Schloss.

»Herr Soktik, Sie sind wieder einmal zu spät! Das gibt einen erneuten Eintrag in das Klassenbuch und eine Verwarnung durch Ihren Klassenvorstand. Und dass Sie mir nicht mehr zu spät in meinen Unterricht kommen, Herr Soktik. Haben Sie mich verstanden?«

»Ja, Frau Andrews.«

Ein Kichern aus der letzten Reihe. Max und Lenard klatschten ein und zeigten auf die Uhr. Da machte es klick in meinem Kopf.

Die beiden hatten die Uhr schon wieder vorgestellt, wie letzte Woche auch!

Ich beschloss, fürs Erste auf meinen Platz zu gehen, denn 24 Augenpaare starrten mich bereits an