: Rainer Gross
: Die Rückkehr des Königs Fantasyroman. Mit farbigen Illustrationen
: Books on Demand
: 9783819286124
: Das Jahr des Fuchses
: 1
: CHF 17.60
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: Fantasy
: German
: 626
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Wandel im Jahr des Fuchses ist unaufhaltsam. Manche können ihn spüren, im Wasser, in der Erde, in der Luft. Der ewige Sommer neigt sich dem Ende zu; Wundergegenden entstehen, in denen Blumen in den Himmel wachsen und Menschen fliegen können. Es heißt, die Rückkehr des Königs stehe bevor. Viele brechen auf, ziehen in Gruppen die Große Straße entlang nach Westen, mancher verlässt sein Heim und seinen Alltag und wagt den Aufbruch. Auch der Minstrel ohne Namen macht sich bereit. Immer mehr verbreitet er auf seinen Streifzügen durch das Land die Nachricht von der Rückkehr des Königs und fordert die Leute auf, dem König entgegen zu gehen. Das ruft Gegenkräfte auf den Plan: Das Gelichter versucht, ihn von seinem Tun abzuhalten. Da taucht ein Name in den umlaufenden Gerüchten immer wieder auf, ein Ort, ein Zeichen. Und der Minstrel macht sich auf den hindernisreichen Weg ... Der würdige Abschluss eines bewegenden Epos. Ein Picaroroman, ein Endzeitroman, ein fantastisches Coming home in einer zauberhaften Welt.

Rainer Gross, Jahrgang 1962, geboren in Reutlingen, studierte Philosophie, Literatur und Theologie. Heute lebt er mit seiner Frau als freier Schriftsteller wieder in seiner Heimatstadt. Er erhielt 2008 den Friedrich-Glauser-Debütpreis. Von Rainer Gross bisher erschienene Fantasy: Tempel des Königs (2016); Das Jahr des Fuchses (2025); Der Minstrel und der Fuchs (2025)

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Das Kirschblütenwunder


Es war eine herrliche Zeit. Unbekümmert wanderte er umher, sang seine Lieder dem, der sie hören wollte, begegnete Menschen und wunderlichen Gestalten, erlebte manches Kuriosum und ließ sich die Sonne auf den Pelz brennen, wann immer es ging.

Er wusste nun, dass der König kommen würde, und das nicht in ferner Zeit, sondern bald. Wie bald, das wusste er allerdings nicht. Er freute sich darauf, es gab ihm Langmut, manches Übel zu ertragen, er schüttelte den Kopf über die Menschen und das Gelichter, die ihren Beschäftigungen nachgingen, als würde alles ewig so weitergehen, und blickte zuversichtlich voraus. Dass etwas am Kommen war, spürten die Leute wohl. Wenigstens die Empfindsamen und Feinnervigen. Wer Sinne hatte, fühlte es auch in der Luft, im Wasser, in der Erde. Manche munkelten hinter vorgehaltener Hand von einem Kommenden, das alles verändern würde, sagten aber weiter nichts. Mancher hatte etwas läuten hören, wusste aber nicht, wo die Glocke hing.

Er wusste es. Wer ihn fragte, bekam Antwort. Aber er w