2. ASTRONOMISCHE GRUNDLAGEN
Das astrologische System ist ein Weg die Geschehnisse am Himmel über uns, symbolisch mit den Ereignissen auf der Erde und auch mit uns persönlich zu verbinden. Dabei muss es sich an den tatsächlichen Begebenheiten im Weltall orientieren welche sie vorfindet, um zu einem befriedigenden System der Interpretation zu gelangen. Die Grundlagen der astronomischen Vorgänge im Weltall haben deshalb weitreichende Auswirkungen auf den Inhalt und die Anlage des gesamten Systems, nur nicht zwangsläufig auf seine Ausgestaltung und Interpretation. Doch ist die Gestaltungsmöglichkeit so vielfältig, dass mit Recht von mehreren ‚Astrologien‘ gesprochen werden könnte, welche im Verlauf der Arbeit als astrologische Systeme bezeichnet werden.
Allen diesen, ist als Grundlage die Bewegung der Planeten vor dem Hintergrund der Sterne gemeinsam. Doch was genau ein Planet ist, wurde erst im Jahr 2006 durch die Internationale Astronomische Union (I.A.U.) neu definiert. Hierbei stellte sich heraus, dass diese Definition schwieriger durchzuführen war als angenommen. Die Definition eines Planeten unterschied diesen nur durch den Umstand, dass dieser die Umgebung um seinen Orbit ‚gesäubert‘ habe, von einem Kleinkörper. Wie ‚sauber‘ die Umgebung sein muss, wurde jedoch nicht näher definiert, was in Anbetracht der dutzenden Monde und kleineren Gesteinsbrocken, welche den Jupiter umkreisen oder den Ringen des Saturn eine gewisse astronomische ‚Sprengkraft‘ beinhaltet21. Die Resolutionen der I.A.U. sind bis heute umstritten und haben für die Entscheidungen der astrologischen Verbände keinerlei unmittelbare Bedeutung.
Der Blickpunkt, von welchem das Geschehen am Himmel beobachtet wird ist die Erde, weshalb diese auch nicht in den Horoskopen zu sehen ist. Nur wenige Astrologinnen und Astrologen nutzen heutzutage die Möglichkeit ein sonnen-zentriertes Horoskop zu erstellen, welches die Erde von außen betrachtet. Hiervon wurde unter anderen von Hans Taeger (1944 – 20