: Arno Strobel
: Welcome Home - Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder? Nervenkitzel pur von Nr.1-Bestsellerautor Arno Strobel
: S. Fischer Verlag GmbH
: 9783104921198
: 1
: CHF 13.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dein größter Traum ist wahr geworden - endlich bist du stolzer Besitzer eines eigenen Zuhauses. Hier kannst du dich sicher und geborgen fühlen. Oder? Der neue Psycho-Thriller von Nr.1-Bestseller-Autor Arno Strobel Ines und Marco Winkler können ihr Glück kaum fassen, als sie den Schlüssel zu ihrem ersten eigenen Haus in Händen halten. Sofort nach dem Einzug mit ihrer kleinen Tochter Emilia wissen sie: Jetzt sind wir als Familie angekommen. Hier, in unserem kleinen Reich, in der neu gebauten Siedlung Auf Mons im beschaulichen Spessart. Auch in der Nachbarschaft finden die Winklers schnell Anschluss, vor allem das Ehepaar Mannstein freundet sich mit der jungen Familie an und schließt ihre Tochter sofort ins Herz. Doch dann hat Ines eines Nachts das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden. Sie reißt die Augen auf, aber da ist niemand. Auch im Haus kann sie nichts entdecken, was auf einen Einbrecher deuten könnte. Als sie kurz darauf im noch leerstehenden Nachbarhaus einen Schatten zu sehen glaubt, versucht sie sich zu beruhigen. Wahrscheinlich hat der Umzug sie mehr gestresst als sie dachte. Bestimmt hat sie sich getäuscht. Bis sie am nächsten Morgen begreift: Sie hat ganz richtig gesehen. Es war jemand im Nachbarhaus. Und sie weiß jetzt auch, was er dort wollte. Einen Menschen töten. Mit einem Mal herrscht Panik in der Siedlung. Wer geht um Auf Mons? Wer ist noch sicher? Und wer stirbt als Nächstes?

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

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»Ich kann immer noch nicht glauben, dass es wirklich uns gehört.« Ines Winkler stand neben der geöffneten Beifahrertür und betrachtete über das Autodach hinweg ihr neues Zuhause.

Marco wandte sich lächelnd seiner Frau zu. »Mir geht es genauso.« Mit einem Blick auf die weiße Fassade des schmucken Einfamilienhauses fügte er hinzu: »Es fühlt sich unwirklich an.«

Er dachte an die Worte der Immobilienmaklerin, als er mit ihr zum ersten Mal an fast der gleichen Stelle gestanden hatte. »Häuser haben zwar keine Gesichter, aber sie haben Charakter. Schauen Sie hin, der Charakter dieses Hauses ist unschuldig und tadellos.«

Sie hatte damit tatsächlich recht gehabt. Obwohl der von Wald umgebene Hügel, auf dem die NeubausiedlungAuf Mons lag, nun, Mitte November, mit einem diesigen Himmel überspannt und von grauen Nebelschwaden durchsetzt war, strahlte ihr neues Haus etwas Reines, Positives aus. Einzig die Wärmepumpe auf der linken Seite störte ein wenig, doch das gehörte mittlerweile zum Bild moderner Häuser.

»Ich möchte auch raus«, quengelte Emilia von der Rücksitzbank. Marco öffnete die hintere Tür, beugte sich ins Innere des Wagens und löste die Sicherheitsgurte, mit denen die Vierjährige in ihrem Kindersitz angeschnallt war. Anschließend zog er ihr die warme Jacke an, die neben ihr lag. Dann nahm er Emilia auf den Arm und deutete auf das Haus. »Siehst du, mein Schatz, das ist unser neues Zuhause.«

Emilia strich sich die schulterlangen, hellblonden Haare aus dem Gesicht und betrachtete das Gebäude mit der seitlich angebauten Doppelgarage, zu der eine leicht ansteigende, gepflasterte Einfahrt führte, dann wandte sie sich ihrem Vater zu, so dass ihre Nasenspitzen sich fast berührten. »Wohnen wir jetzt für immer hier?«

Marco bog lächelnd den Kopf ein Stück zurück, damit er seine Tochter besser sehen konnte. »Na, zumindest für lange Zeit. Wollen wir reingehen und uns dein Zimmer anschauen?«

»Jaaa!«, stieß Emilia begeistert aus und strampelte mit den Beinen.

Als Marco sie absetzte, ging Ines zum hinteren Teil des Fahrzeugs und öffnete die Heckklappe, um James, ihren zweijährigen Labradoodle, aus der Aluminiumbox zu befreien, in der er geduldig im Kofferraum wartete. Erst als er auf die Straße sprang, stieß er ein helles Bellen aus und sah schwanzwedelnd zu seinem Frauchen auf, dem er knapp bis unters Knie reichte.

Von der rechten Seite kam eine dunkelhaarige Mittvierzigerin in einer wadenlangen weißen Steppjacke auf sie zu und verzog den Mund zu einem breiten Lächeln, als sie Marco und Ines fast erreicht hatte.

»Guten Tag! Sie sind unsere neuen Nachbarn, richtig? Ich habe sie schon ein-, zweimal gesehen, als Sie hier waren.« Sie streckte Ines die Hand entgegen. »Herzlich willkommenAuf Mons. Mein Name ist Johanna Mannstein.« Sie deutete mit einer Kopfbewegung schräg hinter sich. »Ich wohne mit meinem Mann im übernächsten Haus.«

»Vielen Dank für die nette Begrüßung«, entgegnete Ines und schüttelte Johanna die Hand. »Ines Winkler. Freut mich, Sie kennenzulernen, Frau Mannstein.«

Johanna winkte ab. »Du undJohanna reicht völlig, so unter Nachbarn.« Sie musterte Ines von Kopf bis Fuß. »Du bist ja noch blutjung für eine Hausbesitzerin. Wie alt bist du? Mitte zwanzig?«

Ines wechselte lächelnd einen Blick mit Marco, bevor sie sagte: »Danke für das Kompliment, aber ich bin gerade siebenunddreißig geworden.«

Johanna nickte bewundernd. »Alle Achtung, da hat wohl jemand aus dem Jungbrunnen getrunken.« Dann wandte sie sich an Marco, der mit Emilia an der Hand auf sie zugegangen war. Beim Anblick der Vierjährigen riss Johanna verzückt die Augen auf und beugte sich zu ihr hinunter. »Oh, was haben wir denn hier für eine hübsche junge Dame. Verrätst du mir deinen Namen?«

Das Mädchen rückte dichter an das Bein ihres Vaters heran, antwortete aber mit fester Stimme: »Ich heiße Emilia.«

»Emilia … was für ein wunderschöner Name. Und wie alt bist du?«

»Vier.«

»Freust du dich auf dein neues Zuhause?«

»Ja, und ich habe ein ganz großes Zimmer«, plapperte Emilia und löste sich wieder von Marcos Bein. Offenbar hatte sie beschlossen, dass Johanna vertrauenswürdig war. »Aber da ist noch gar kein Bett drin. Papa hat gesagt, das kommt gleich.«

»Na, du bist ja ein au