: Barbara Simonsohn
: Die Linde - Baum der Heilung und Harmonie Rezepte und Anwendungen für Gesundheit, Kosmetik und Küche. Kompakt-Ratgeber
: Mankau-Verlag GmbH
: 9783863747572
: 1
: CHF 7.10
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: Alternative Heilverfahren
: German
: 159
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Linde - Heilpflanze des Jahres 2025 Die Linde ist der Herzensbaum der Mittel- und Nordeuropäer, für Martin Luther war sie ein 'Freude- und Friedensbaum'. Schon unsere Vorfahren nutzen ihre Blüten, ihre Blätter und ihren Honig als Nahrungs- und Heilmittel. Die 'Heilpflanze des Jahres 2025' steckt voller Antioxidantien, die als Radikalenfänger wirken; Blüten, Blätter, Knospen, Rinde, Holz und Samen der Linde können auf vielfältigste Weise verwendet werden. Die darin enthaltenen Polyphenole und weitere bioaktive Substanzen stärken das Immunsystem, senken den Blutzucker und beugen damit Diabetes Typ II vor, bremsen Entzündungen aus, lindern Schmerzen und schützen uns vor Krebs, Lebererkrankungen sowie vor degenerativen Prozessen des Gehirns. Doch nicht nur körperlich profitieren wir von der Linde: Mit ihrer Unterstützung kommen wir besser mit Stress klar, bauen Ängste ab, schlafen leichter ein und genießen einen tieferen Schlaf. Diese und viele weitere Indikationen sind durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Heilpflanzen-Expertin Barbara Simonsohn hat für Sie wertvolles Gesundheitswissen sowie praktische Tipps für Hausapotheke, Küche und Schönheit zusammengestellt: - Linderung bei Beschwerden: Bewährte Anwendungen, innerlich und äußerlich - Lindenpflege für Haut und Haare: Naturkosmetik zum Selbermachen - Lindengenuss: Feine Rezepte für die Küche

Barbara Simonsohn (geb. 1954) ist Ernährungsberaterin und Reiki-Ausbilderin. Seit 1982 gibt sie Seminare im In- und Ausland, vor allem über das authentische Reiki mit sieben Graden, aber auch in Azidose-Therapie und -Massagen nach Dr. Renate Collier sowie in Yoga. Darüber hinaus befasst sie sich intensiv mit dem Thema 'gesunde Ernährung' und gilt als Expertin für 'Superfoods'. Seit 1995 hat Barbara Simonsohn zahlreiche Ratgeber im Bereich der ganzheitlichen Gesundheit veröffentlicht; die Gesamtauflage ihrer Bücher beläuft sich auf über 600.000 Exemplare. Im Mankau Verlag sind u.a. ihr Bestseller-Ratgeber 'Artemisia annua - Heilpflanze der Götter' sowie 'Brennnessel', 'Salbei - Mutter aller Heilpflanzen' und 'Holunder - Juwel der Hausapotheke' erscheinen.

Eine historische Betrachtung


Kein anderer Baum hat europäisches Denken, Handeln und Fühlen so tiefgreifend beeinflusst und gestaltet wie die Linde, keiner wurde so viel besungen und bedichtet. Und kein anderer europäischer Baum ist so tief im Gedächtnis verwurzelt. Doris Laudert drückt es so aus: »Im Herzen des Volkes jedoch hat sie (die Linde) sich längst den besten Platz erobert und nimmt seit Menschengedenken als Hausbaum in Hof, Dorf, Kloster und Burg den ersten Platz ein.«3

Schon unsere Vorfahren in der Bronze- und Eisenzeit pflanzten in einem nachhaltigen Niederwald neben Eiche, Esche, Hasel, Erle und Stechpalme auch Linden. Jüngere Bäume wurden alle vier bis zehn Jahre dicht über dem Boden abgeschnitten, das nennt man Rotation.

Viele Arten wie die Linde und der Haselbaum treiben umso vitaler wieder aus, die Lebensdauer der Bäume wird auf diese Weise um ein Vielfaches erhöht. Schon etwa viertausend Jahre vor Christi Geburt bauten die Menschen über Torfmooren und Feuchtgebieten Wege aus Holz und verwendeten dafür auch das Holz der Linde.4

Im alten Griechenland gab es viele Baumorakel. Man verehrte Bäume als Wohnorte von Gottheiten, Nymphen oder Naturgeistern; bei der Linde war es Philyra. In einem Zustand verzückter Eingebung könne man der Nymphe, dem Wesen des Baumes, begegnen, so glaubte man.

Die Germanen verehrten die Linde als Baum, welcher der Göttin Freya gewidmet war. Freya galt als Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Friedens, der Schönheit, des Glücks, der Mütterlichkeit und des guten Hausstands. Die als heilig betrachteten »Freya-Linden« waren meist Sommerlinden und wurden von den Germanen als Sitz der guten Geister angesehen.5

Im germanischen Volksglauben nimmt die Linde daher einen wichtigen Platz ein. »Das beweisen schon die vielen Ortssagen, in denen die Linde als heiliger oder sonst irgendwie bemerkenswerter Baum genannt wird.«6

Die stattliche Hoflinde im niederbayerischen Kriering ist rund 300 Jahre alt und lädt zum Verweilen und Bestaunen ein.

Die alten germanischen Krieger nahmen Lindenholz als leichtes Schild, bedeckten es mit Lindenbast und bemalten es bunt mit Geistern als magischem Schutz. Unsere Vorfahren sahen eine Wesensgleichheit von Baum und Mensch. In der Siegfried-Sage als bedeutendes nordisches und deutsches Kulturgut taucht die Linde wiederholt auf: In Kriemhilds Garten blühte eine Lin