: Johann Kapferer
: Schattenzwillinge
: Books on Demand
: 9783819216404
: 1
: CHF 8.80
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Welten von Mick, einem 14-jährigen Nachwuchs­talent im alpinen Skirennsport und dem gleich­altrigen Mark, könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Mick fleißig an seiner Karriere als Skirennfahrer feilt, ist Mark einzig darauf fixiert, den Stoff für seinen nächsten Schuss zu beschaffen. Dazu gesellt sich Korbinian Krug, ein Landwirt aus Zirl, der vor allem seiner markigen Sprüche wegen, weit über die Grenzen seines Heimatortes hinaus, bekannt ist. Als Mark zufällig Zeuge eines kaltblütigen Mordes wird, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Eine verhängnisvolle Beobachtung, die nicht ohne Folgen bleibt und schließlich sogar auch Mick in das Visier eines skrupellosen Verbrechers geraten lässt.

Johann Kapferer, geboren am 25. Juni 1962, in Hall in Tirol. Seine Jugendjahre verbrachte er in Zirl. Den Besuch der dortigen Hauptschule betrachtete er, zumindest die meiste Zeit über, eher als notwendiges Übel. Viel lieber streifte er nach der Schule mit seinen Freunden durch die Wälder, rund um die Ruine Fragenstein. Hier holte er sich auch zahlreiche Inspirationen für seine heutigen Kinder- und Jugendbücher. Der Autor lebt mit seiner Familie in Oberhofen im Inntal, im Tiroler Oberland. Johann Kapferer begeisterte sich schon immer für das Schreiben von Geschichten."Das sind die Abenteuer im Kopf, die sich jeder Mensch nach seinen eigenen Vorstellungen selbst gestalten und erschaffen kann. Zudem eröffnet sich dadurch die wunderbare Möglichkeit, diese Abenteuer in ein Buch zu gießen und die Geschichten mit Kindern, Jugendlichen und natürlich auch mit Erwachsenen zu teilen". Mit dem Verfassen von Manuskripten für Kinder- und Jugendbücher hat Johann Kapferer im Jahr 1998, während seiner damals täglichen, beruflichen Zugfahrten, zwischen Innsbruck - Kitzbühel und retour, begonnen. Mit dem Jugendkrimi"Schattenzwil inge" liegt sein aktuell 7. Werk vor.

Eine grüne Piaggio Ape


Nahezu im selben Moment wurde die Luft vom Heulen eines überdrehten Zweitaktmotors erfüllt. Mick sah in die Richtung, aus der das schrille Geräusch kam. Sekunden später tauchte ein in grün lackiertes Piaggio Ape Dreirad mit gelben Rauten auf beiden Türen auf. Auf der Rückseite der Fahrerkabine war ein zusammengeschweißter Skiträger aus Metall montiert. In der Mitte dieser Halterung leuchtete ein Paar knallgelbe Atomic ARC Rennskier aus den 80’er Jahren heraus, die mit Lederriemen an der Konstruktion festgezurrt waren. Die gelben Bretter ragten fast einen Meter über das Dach der Ape hinaus. Ein Paar rote Skischuhe, die ihrem Design nach locker mit dem Alter der Skier mithalten konnten, lagen daneben auf der Ladefläche.

Hinter dem Steuer des Dreirades saß ein breitschultriger Mann mit einem buschigen, braunen Schnurrbart. Die Ärmel seines rotweiß karierten Flanellhemdes hatte er bis zu den Ellenbogen hochgekrempelt. Auf dem Kopf trug der Lenker des Gefährts eine abgewetzte, schwarze Fliegerhaube aus Leder mit einem Innenfutter aus Kunstpelz. Die dazugehörige Schutzbrille, die auf seiner Stirn saß, erinnerte eher an einen Alpinisten aus längst vergangenen Zeiten, als an einen Skiläufer. Mit einem Ruck öffnet