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Ich kann nicht verweilen,
der Boden brennt unter meinen Füßen.
Ich muss weiter!
Ich fliege über die Bordsteinkante und knalle mit dem Kopf auf die Straße. In meinem Rücken, dort wo ich auf der Granitkante lande, knackt es eigenartig. Mir wird schummrig, alles dreht sich vor meinen Augen, ich schließe sie. Das fühlt sich besser an, ich dämmere weg.
Nur kurz, denn jemand zerrt an meiner Hand, nein, an dem Handy darin. Dadurch werde ich gezwungen, die Augen zu öffnen. Au, das tut weh, es blendet, so hell war es vorher nicht. Es dauert geraume Zeit, bis ich zwischen dem gleisenden Licht überhaupt etwas erkenne.
Ein Typ beugt sich über mich und schüttelt das Gerät in der Hoffnung, die klammernde Hand loszuwerden. Das ist zu dreist. Spinnt der? Was fällt dem ein, harmlose Passanten zu überfallen? Glaubt der wirklich, das geht einfach so? Nein! Meine Hand lässt nicht los, ich betrachte sie stolz. Da könnte ja jeder kommen. Er nimmt einen Finger nach dem