: Marina Maass
: Matched for Murder Ein tödliches Versprechen | Sie sucht den Mann fürs Leben. Er sein nächstes Opfer. Ein atemloser Romance-Thriller
: Ullstein
: 9783843735230
: 1
: CHF 2.70
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sie sucht den perfekten Mann, er das perfekte Opfer Detective Everly Kingsley sehnt sich nach einem Partner. Nicht nur im beruflichen Sinn, sondern auch privat. Die meisten ihrer Dates verlaufen erfolglos, bis sie einen Mann trifft, mit dem eine gemeinsame Zukunft plötzlich in greifbare Nähe rückt. Er ist ein Lichtblick in ihrem düsteren Alltag, denn in Madison, Wisconsin, wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde gefoltert, tätowiert und erdrosselt, ihre Zunge herausgeschnitten. Everly steht vor einem Rätsel, denn es gibt weder Zeugen noch Spuren. Dafür erkennt sie erschreckende Parallelen zu einer ungelösten Mordserie von vor zwei Jahren ... Während Everly auf dem schmalen Grat zwischen neuer Liebe und hartnäckigen Ermittlungen balanciert, führt eine verstörende Entwicklung sie zu einer ihrer früheren Verabredungen. Die Fälle werden persönlicher, die Hinweise beunruhigender. Immer mehr Frauen landen auf dem Tisch der Rechtsmedizin. Die Angst wächst. Der Killer ist noch längst nicht fertig - aber näher, als Everly ahnt.

Marina Maasswurde 1996 in Niedersachsen geboren. Gemeinsam mit ihrer Familie und zwei Hunden lebt sie in einem kleinen, beschaulichen Örtchen am Rande der Südheide mit mehr Kühen als Einwohnern. Ihre Liebe für Bücher hat sie bereits im frühen Kindesalter entdeckt, aber weil die Schule ihren Tribut forderte und Zeit mit Freunden zu verbringen irgendwann attraktiver wurde, ist die Idee, ein Buch zu schreiben, viel zu lange in den Hintergrund gerückt. Glücklicherweise ist dieser Wunsch zurückgekehrt und nun versucht sie seit 2017 ihren normalen Alltag und das Schreiben unter einen Hut zu bekommen

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Everly


Wisconsin State Journal, vor zwei Jahren

Madisons Frauen werden blond!

Wie der Tattookiller Brünette dazu verleitet, sich die Haare zu färben.

»Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, direkt bei meinem ersten Online-Date einen Serienmörder zu treffen?« Unruhig tigere ich an der Ecke vor dem vereinbarten Treffpunkt hin und her.

»Beinahe null. Du hast eindeutig zu viel mit Kriminellen zu tun, wenn du jetzt schon in jedem Date einen Verbrecher siehst.« Meine beste Freundin Rosie grinst. Als Rechtsmedizinerin dürfte es ihr eigentlich nicht anders gehen.

»Die Arbeit hat mich verdorben.« Ich seufze und vergrabe mein Gesicht in den Händen.

»Achtung, dein Make-up! Ich habe die letzte Stunde nicht verschwendet, damit du jetzt alles zerstörst!« Sie klingt entrüstet, weshalb ich schnell meine Hände in den Taschen meines dunklen Übergangsmantels vergrabe.

Normalerweise bin ich eher der pragmatische Typ. Während der Arbeitszeit trage ich einen praktischen Hosenanzug. Meine Haare sind zu einem Zopf oder Dutt gebunden, damit sie mich nicht stören, und das einzige Produkt, das mit meinem Gesicht in Berührung kommt, ist Feuchtigkeitscreme.

Mir hätte es nichts ausgemacht, in genau diesem Aufzug zu meinem Date zu erscheinen, aber Rosie wollte davon nichts hören. Sie hat mich in ein kleines Schwarzes gezwängt, meine blonde Lockenmähne mit etwas Schaumfestiger in Form gebracht und mich in hohe Schuhe gesteckt. Jetzt sehe ich aus wie eine Kopie von ihr. Rosie gehört zu den Frauen, die immer akkurat gekleidet sind. Ich meine, sie kommt selbst in High Heels zum Tatort, um die Leiche zu inspizieren.

»Mit wem triffst du dich überhaupt?« Ihre vor Neugier triefende Frage holt mich zurück in die Realität. Sie weiß zwar, dass ich mich seit einigen Tagen im Sumpf der Dating-Apps befinde, aber ich hatte noch keine Gelegenheit, ihr von Silas zu erzählen. Während sie mich zurechtgemacht hat, musste ich nämlich schweigen, damit sie »ihrer Kreativität freien Lauf lassen« konnte.

»Er heißt Silas und ist neunundzwanzig. Macht beruflich irgendwas mit Technik, steht auf True Crime, guten Kaffee und entspannte Gespräche. Genau wie ich hält er nicht viel von ewigem Hin- und Herschreiben, darum treffen wir un