: Julius Steinberg
: Wie Gott uns Raum zum Leben schenkt Eine Grundbotschaft des Alten Testaments für den Alltag neu entdeckt
: Books on Demand
: 9783769366013
: 1
: CHF 8.80
:
: Christentum
: German
: 196
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Gott gibt uns Raum zum Leben" -"Gott möchte, dass wir einander Raum zum Leben geben." Unter dieser zweifachen Perspektive erhalten Sie einen neuen Blick auf zwei zentrale Kapitel des Alten Testaments, nämlich die Schöpfungsgeschichte und die Zehn Gebote. Die Texte werden jeweils anschaulich literarisch vorgestellt und ihre Botschaft wird an vielen Beispielen und Erfahrungsberichten für den Alltag heruntergebrochen. Ein leicht zu lesendes Buch, das der Seele guttut.

Julius Steinberg, * 1972, hat Theologie in Gießen und in Leuven (Belgien) studiert. Er war für drei Jahre Pastor einer Landeskirchlichen Gemeinschaft, bevor er an die Theologische Hochschule Ewersbach berufen wurde. Dort bereitet er als Professor für Altes Testament und Hebräisch angehende Pastorinnen und Pastoren auf ihren Dienst in Gemeinde und Mission vor. Dr. med. Christa-Maria Steinberg war Chefärztin einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und arbeitet als Ruheständlerin im Evangelisationsteam (Sachsen) im Bereich Seelsorge mit. Aus ihrer langjährigen Beratungs- und Seelsorgepraxis stammen die im Buch aufgenommenen Erfahrungsberichte.

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Raum für Mensch und Tier:
Warum Naturschutz ein biblisches Thema ist


Vor einigen Jahren sind wir aus der Stadt aufs Land umgezogen. Unser Haus liegt am Rand des Dorfes. Direkt hinter dem Garten beginnt der Wald. Zum ersten Mal habe ich bewusst wahrgenommen, von wie viel Natur wir eigentlich umgeben sind. Wie viele Wesen betrachten unser Grundstück ebenfalls als ihr Eigentum: Da gibt es alle Arten von Vögeln, z.B. Meisen und Rotkehlchen, aber auch ein Pärchen von Eichelhähern, die offensichtlich in der Nähe nisten, ebenso ein beeindruckendes Krähenpaar, das auch die gesamte benachbarte Parklandschaft sein Reich nennt. Eichhörnchen leben in den Bäumen, Maulwürfe haben ihr Zuhause unter unserer Grasnarbe gefunden, Fledermäuse im Spalt hinter den Fassadenschindeln. Von der Rückseite des Zauns her beäugt uns im Winter das Rotwild.

Dazu kommt eine unüberschaubare Vielzahl an Insekten und anderen fliegenden, krabbelnden und kriechenden Tierchen. Unter jedem Stein, den man hochhebt, stürmt eine Assel oder ein anderes kleines Etwas mit vielen Beinchen davon. Jeder Spatenstich bringt einen Regenwurm zum Vorschein. Ameisen unternehmen ihre Kolonisierungsversuche an allen möglichen und unmöglichen Stellen rings um das Haus. Das Weibchen des Weberknechts zog in der Kellerecke ihre Jungen auf. Auch eine Kröte hüpfte schon im Wohnzimmer herum und eine Maus fand ihre letzte Ruhestätte unter einem Abstellregal. Wir Menschen sind hier eindeutig in der Unterzahl!

Vielfalt der Arten und der Lebensräume


Die Menschen, die unter der Leitung des Heiligen Geistes die Schöpfungsgeschichte aufgeschrieben haben, müssen gute Beobachter gewesen sein, kluge Philosophen und auch begabte Poeten: Sie beobachteten die Natur um sich herum, Gott ließ sie das Zueinander von Lebensräumen und Lebewesen