Als er das abgegriffene Leinenband nach unten zog, schepperte und quietschte die Metalljalousie wie gewöhnlich. Er musste mehrfach nachgreifen und konnte sie stets nur etwas mehr als eine Handbreit nach oben bewegen. Wie oft hatte er sich schon vorgenommen, die Scharniere und Laufschienen zu fetten? Für Jan van Dijk waren diese Handgriffe im Laufe der Jahre zu einem festen Ritual geworden: Drei bis vier Mal musste er von oben ansetzen, bis die Lamellen an den Gelenken schmale Schlitze freigaben, durch die sich das Sonnenlicht den Weg in den Laden bahnte. Scharf konturiert zeichneten sich die Lichtstreifen auf den zahllosen Gegenständen ab, die scheinbar wahllos im vorderen Bereich des Amsterdamer Antiquitätengeschäfts herumstanden und den Kunden nur schmale Wege ließen, um sich einen Überblick über die Vielzahl von großen und kleinen Habseligkeiten zu verschaffen. Auf ihrem Weg zu den dunkelgrau bis schwarzen Oberflächen zeichneten die harten Kontraste der Lichtstrahlen lange Geraden in die staubige Luft, die wie schwerelose Gitter im Raum zu schweben schienen. Mit jedem weiteren Zug glitten die Lichtgitter weiter nach oben und gaben den Blick auf immer neue Objekte und Kunstgegenstände frei. Von der Unterseite der groß