: Frank Wanning
: Underwood 5 Roman
: Books on Demand
: 9783769386288
: 1
: CHF 7.00
:
: Science Fiction
: German
: 236
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Als Jan van Dijk das seltsame Objekt in seinem Amsterdamer Antiquitätenladen entdeckt, ahnt er noch nicht, welche Welle er damit lostreten würde. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern, die es staunend untersuchen, geraten immer mehr Gewissheiten ins Wanken und das naturwissenschaftliche Weltbild wird nachhaltig erschüttert. Van Dijk beteiligt sich an Forschungsexpeditionen rund um den Globus und erlebt hautnah, wie das Fundament vermeintlichen Wissens immer brüchiger wird, die Menschheit verstörenden Zweifeln ausgesetzt ist und sich schließlich in einer neuen Realität zurecht finden muss. Am Ende machen Forscher eine Entdeckung, die möglicherweise das ganze Sonnensystem bedrohen könnte.

Frank Wanning (*1959) studierte Literaturwissenschaften in Hannover, Bremen und Paris und arbeitete mehrere Jahre an verschiedenen europäischen Universitäten. Seit der Jahrtausendwende war er bei verschiedenen IT Unternehmen im Bereich Spracherkennung und Stimmbiometrie tätig und widmet sich im Ruhestand u.a. dem Schreiben von Science-Fiction-Romanen.

Kapitel 1: Der irisierende Kegel


Als er das abgegriffene Leinenband nach unten zog, schepperte und quietschte die Metalljalousie wie gewöhnlich. Er musste mehrfach nachgreifen und konnte sie stets nur etwas mehr als eine Handbreit nach oben bewegen. Wie oft hatte er sich schon vorgenommen, die Scharniere und Laufschienen zu fetten? Für Jan van Dijk waren diese Handgriffe im Laufe der Jahre zu einem festen Ritual geworden: Drei bis vier Mal musste er von oben ansetzen, bis die Lamellen an den Gelenken schmale Schlitze freigaben, durch die sich das Sonnenlicht den Weg in den Laden bahnte. Scharf konturiert zeichneten sich die Lichtstreifen auf den zahllosen Gegenständen ab, die scheinbar wahllos im vorderen Bereich des Amsterdamer Antiquitätengeschäfts herumstanden und den Kunden nur schmale Wege ließen, um sich einen Überblick über die Vielzahl von großen und kleinen Habseligkeiten zu verschaffen. Auf ihrem Weg zu den dunkelgrau bis schwarzen Oberflächen zeichneten die harten Kontraste der Lichtstrahlen lange Geraden in die staubige Luft, die wie schwerelose Gitter im Raum zu schweben schienen. Mit jedem weiteren Zug glitten die Lichtgitter weiter nach oben und gaben den Blick auf immer neue Objekte und Kunstgegenstände frei. Von der Unterseite der groß