: Henry Landers
: Drei Mädchen retten die Welt Buch 1: Wie es begann (Young Adult Fantasy-Reihe)
: Books on Demand
: 9783769335828
: Drei Mädchen Romane
: 2
: CHF 4.40
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: German
: 328
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Annabell, Lara und Maya wollen eine magische Hütte bauen, nur so, um zu sehen, was dann passiert. Die Göttin des Waldes aber durchkreuzt ihren Plan und öffnet ihnen ein Tor in eine verborgene Welt. Dort treffen sie auf ein unsichtbares Volk, nicht ahnend, dass Alexander von Humboldt die Tamanaken vor über zweihundert Jahren, ohne es zu bemerken, nach Berlin mitbrachte. Bald prallen Pläne und Schicksale der drei Mädchen aufeinander: So einiges gelingt spektakulär und manches geht grandios schief. Es kommt zum Showdown während des Großen Rachmakuds - einem Wettbewerb, der so atemberaubend schnell ist, dass die Tamanaken mit allen Sinnen und Übersinnen kämpfen müssen, um zu gewinnen. Der Fantasy-Debütroman von Henry Landers; Buch 1: Wie es begann. Mysteriös. Verwoben. Atemberaubend.

Henry Landers ist geboren und aufgewachsen in Berlin. Als Fotokünstler bereiste er die Welt und sammelte Eindrücke aus vielen Kulturen, die heute in seine Werke einfließen. Das Schreiben allerdings öffnete ihm die Tür zu einer Welt voller Geschichten, wie es das Fotografieren niemals konnte. Er liebt es, jeden Morgen durch den Humboldt-Hain zu gehen, der ihn die drei Hauptfiguren und die fantastische Welt der Tamanaken entdecken ließ - und ganz nebenbei die Verbindung zu Alexander von Humboldt knüpfte.

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gegenwart

Die Drei

Auch bei Lara rumste die Wohnungstür, wenngleich etwas sanfter als bei Annabell. Die Drei wollten sich bei Maya treffen, um von hier aus gemeinsam loszuziehen. Annabell rannte die Treppen ungestüm, wie sie war, hinab, sprang zwei Stufen bis zum Absatz und raste um die Ecke wie ein Wirbelwind.

Sie war voller Ungeduld. Unten lief sie durch den kleinen Eingangsbereich des Hauses, wo die Briefkästen hingen, und sah auf der Straße Lara vorbeigehen.

»Laaaaaraaaa!« Sie rief so laut sie konnte und befreite damit die Spannung des morgendlichen Streites aus ihrem Herzen.

Lara blieb stehen und kam auf den Hauseingang zu.

Annabell stieß die Tür auf, sprang die nächsten Treppenstufen herunter, an dem leeren Blumenkasten vorbei, auf Lara zu. Beide hopsten und umarmten sich, küssten sich sogar dreimal, wie sie es bei den Großen gesehen hatten.

»Bist du schon gespannt, was passiert, wenn wir die magische Hütte gebaut haben?«, fragte Lara.

»Und ob, du auch?«

»Total und wie.«

»Hoffentlich kommt nicht so ein blöder Planet und rammt die Erde.«

Sie gingen in die Richtung von Mayas Haus.

»Sieh mal, da oben.« Lara zeigte auf ein Fenster im Haus Nr. 22 in der zweiten Etage. Beide kicherten. Dort stand das Modell eines Raumschiffs auf dem Fensterbrett, aufgespießt wie ein Schmetterling im Naturkundemuseum.

»Jungs scheinen das mit dem Aufspießen cool zu finden«, sagte Annabell.

»Ja, echt krass, was die so machen«, gab Lara zweideutig zurück. Beide konnten nicht an sich halten und prusteten laut los.

»Komm, wir nehmen das Ding mit und wenn der Planet kommt, zaubern wir uns klein und fliegen in dem Raumschiff davon.«

»Ja, wir fliegen wie Dylan Hunt und seine Crew in der Andromeda durch die Galaxie.«

»Du wieder mit deinem ›Captain Dylan Hunt, Retter des Imperiums‹ oder wovon auch immer.«

»Der ist total süß und gewinnt immer …«, schnurrte Annabell, »… und der ist ein echt cooler Typ«, ergänzte sie noch etwas verliebt, die Augen verdrehend.

Lara lachte und kehrte dann zu ihrem eigentlichen Thema zurück. »Ach, ich denke, es wird nichts passieren, wenn wir in der magischen Hütte sitzen«, sagte sie, auch wenn die beiden jetzt schon mehr als genug Spaß hatten. So ein Plan beflügelte die Fantasie. Sie lachten und rannten die letzten Meter zu Mayas Haus, klingelten.

»Ja, bitte?«, schnarrte es aus dem Lautsprecher.

»Wir sind’s.« Summen.

»Vierter Stock«,