: Karin Ernst
: Tödliche Verwicklungen. Lenas zweiter Fall Mörderische Uckermark
: Books on Demand
: 9783769366648
: Uckermark-Krimi
: 1
: CHF 6.10
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 338
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Journalistin Anneke Lind ist entsetzt:"Wir sind doch hier nicht in Klein-Chicago! Zwei Morde, so kurz hintereinander, hier bei uns in der idyllischen Uckermark, und der Täter läuft immer noch frei herum." Was Anneke nicht ahnt: Der Mörder hat sein Werk noch nicht vollendet. Ein als Suizid getarnter Schuss aus einer alten Waffe und die Suche nach einer rätselhaften Frau bringen tödliche Verwicklungen ans Licht. Hauptkommissarin Lena Voßberg ermittelt und gerät selbst in höchste Gefahr.

Karin Ernst, die sich nach dem Studium in Leipzig und jahrelanger Arbeit als Journalistin seit geraumer Zeit dem Schreiben von Krimis und anderer Geschichten widmet, lebt mit ihrer Familie in der Uckermark."Mühlenfest&qu t; ist der erste Band einer Reihe von Krimis, die hauptsächlich in der Uckermark angesiedelt sind. Mit"Tödliche Verwicklungen" legte die Autorin ihr zweites Buch vor; am dritten schreibt sie derzeit

1. KAPITEL


»Öffentliches Interesse? Dass ich nicht lache! Sie wollen Ihre Story und sonst gar nichts.« Verärgert knallte Lena Voßberg das Telefon auf die Station zurück. Diese Journalistin konnte lästig sein wie Zahnschmerzen. Mit einer schnellen Bewegung warf die 32-jährige Kriminalhauptkommissarin ihr langes fuchsrotes Haar zurück, strich es mit den Händen glatt und zwirbelte es am Hinterkopf zum Knoten zusammen. Er würde sich auflösen, sobald sie ihn losließe. Doch darauf kam es nicht an. Die unbewusste Geste war eine willkommene, wenn auch nur sekundenkurze Auszeit, etwa so wie das tiefe Ein- und Ausatmen, mit dem Lena sich eingestand: Anneke Lind war unbestreitbar eine Nervensäge. Aber sie machte eben auch nur ihren Job. Und das tat sie gut. Sehr gut sogar.

In diesem Fall war sie allerdings ein bisschen zu ambitioniert. Ja, Ellen Meichsner, die Ehefrau ihres Stellvertreters Freddy, hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten. Das allein war schon schlimm genug. Aber aus der privaten Tragödie noch eine wilde Story fürs Lokalblatt zu stricken, fand Lena unerträglich. Die Lind sollte gefälligst nicht herumschnüffeln, wo es nichts zu schnüffeln gab.

Freddys Ehefrau hatte den Verlust ihrer kleinen Tochter nie verwinden können. Jahr um Jahr hatte die Ungewissheit den Lebenswillen aus ihr herausgepresst, bis nur noch Kraft für diesen letzten Schritt übrig gebl