Petra kauerte schon seit Stunden im grauen Jogginganzug und gelben Flip-Flops, etwas anderes hatte sie in der Eile nicht gefunden, auf einem unbequemen orangefarbenen Plastikstuhl in einem kleinen Wartezimmer der Pferdeklinik. Jetzt war es längst elf Uhr vormittags und ihre verletzte Stute Jacky wurde immer noch von Dr. Müller und seinem Veterinär - Team operiert. Zwischendrin war Petra öfters ungeduldig und voller Angst nach vorne zur Rezeption gegangen und hatte versucht, von den tierärztlichen Mitarbeiterinnen Neuigkeiten über den Stand der Operation zu erfahren. Doch die Assistentinnen waren standhaft geblieben und hatten sie immer wieder sanft, aber bestimmt in den Warteraum zurückbegleitet. Ihre Gedanken wirbelten in ihrem Kopf, während sie auf Informationen über Jackys Zustand wartete. Die Zeit verstrich quälend langsam, und jede Minute fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Die Ungewissheit war kaum zu ertragen. Ihr Handy, das sie auf stumm geschaltet hatte, vibrierte unaufhörlich. Nachrichten, Anrufe, all das konnte sie jetzt nicht gebrauchen. Alles drehte sich um Ja