Kapitel 1
TIERKOMMUNIKATION – WAS IST DAS?
WIE ALLES BEGANN
Ich wurde im März 1974 geboren. Schon als Kind fühlte ich mich Tieren immer sehr verbunden. Und ich hatte oft das Gefühl, innerlich zu verstehen, wie es dem jeweiligen Tier gerade geht und was es fühlt. Damals schenkte ich dem aber keine große Beachtung, weil es für mich normal war.
Eigentlich wollte ich als Kind Tierärztin werden, aber ich wusste nicht, dass man dafür ein Abitur braucht und dann noch studieren muss. Und da ich auch noch vom Dorf kam, war es damals nicht üblich, dass Kinder auf ein Gymnasium gingen. Aus unserer Klasse mit damals 30 Kindern, waren es gerade einmal vier davon. Ich hätte das Abitur wahrscheinlich auch nie geschafft, da sich alle Mathematikaufgaben ab der 10. Klasse gegen mich verschworen hatten. Ich sah keinen Sinn darin und lehnte sie dann komplett ab. Warum für etwas lernen, das man eh nie wieder braucht. Nach der Realschule, es war 1990, habe ich erst eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin gemacht und dann gearbeitet. Ein Jahr später dann doch mein Fachabitur nachgeholt (ich hatte im Vorfeld erfahren, dass ich dort Mathematik mit Englisch und Deutsch zum Glück ausgleichen konnte), um dann Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung in Gießen studieren zu können.
Als ich Anfang 2001 fertig studiert hatte, arbeitete ich bei verschiedenen Steuerberatern. Ich merkte aber recht bald, dass angestellt sein für mich nichts war. Mir fehlte dabei immer die Freiheit, meine Arbeitszeit selbst einteilen zu können, so wie ich es wollte. Dann ergab sich im Jahr 2005 durch eine Gesetzesänderung die berufliche Möglichkeit, sich als Buchhalterin selbständig machen zu können. Man durfte in diesem Beruf nun eine selbständige Tätigkeit ausüben und ein Gewerbe anmelden. Diese Tätigkeit führe ich bis heute in meinem Büro aus.
Den Tieren war ich trotzdem weiterhin immer sehr verbunden, obwohl ich kaum noch Zeit und Freizeit hatte. Aber ich hatte mein Ziel erreicht. Ich konnte meine Arbeit und Arbeitszeit frei einteilen. Und da ich ein Nachtmensch bin, arbeite ich lieber nachts. Dafür sitze ich morgens um acht Uhr nicht im Büro. Meine Mandanten haben damit kein Problem, da sie wissen, dass sie mich dafür abends immer erreichen können, wenn sie Fragen haben und selbst schon zuhause sind und wir in Ruhe sprechen können. Und ab und zu halte ich frühmorgens einen kurzen Plausch mit der Austrägerin der Tageszeitung, da sie selbst zwei Hunde hat und wir immer ein Gesprächsthema haben. Mein „Schlüsselerlebnis“, um die Tierkommunikation von Grund auf wieder neu zu lernen, hatte ich gleich am Anfang des Jahres 2019.
DREI SELTSAME ZUFÄLLE IN ZWEI WOCHEN
Anfang Februar 2019 traf ich innerhalb von zwei Wochen drei sehr unterschiedliche Menschen, die sich gegenseitig nicht kannten und sich nie gesehen hatten. Dies passierte, als ich im Urlaub war, ein neuer Mandant zu mir kam und ich auf einem Lehrgang war. Diese Menschen sagten mir, als wir ins Gespräch kamen, ganz unabhängig voneinander, dass ich unbedingt etwas mit Tieren machen müsste. Zu diesem Erg