DRACHEN UND DIE ERDE
Begegnung mit dem Drachen
Seit Mahavatar Babajis Aufforderung war ein Jahr vergangen, und obwohl ich hin und wieder daran dachte, mit den Drachen zu sprechen, war ich mit anderen Dingen beschäftigt und hatte kein Gefühl der Dringlichkeit. Weder die Aufforderung von Babaji noch ein nie vergessener visionärer Traum reichten aus, um mich zum Handeln zu bewegen.
Das sollte sich nun ändern.
Ich war in Frankreich und bereitete mich darauf vor, im Ashram eines befreundeten niederländischen Gurus zu lehren. Ich traf Prajnaparamita erstmals vor etwa acht Jahren in den Niederlanden. Sie leitete dort Satsangs, das sind Zusammenkünfte von Menschen, die im Dialog oder in der Nähe eines erleuchteten Meisters nach spiritueller Wahrheit suchen. Ich hatte noch nie an einem Satsang von Prajnaparamita teilgenommen und war überrascht, als einer ihrer Anhänger mir sagte, sie wolle mich gerne treffen.
Der Tag kam, und zur Vorbereitung auf die Begegnung mit ihr hatte ich eine Kata dabei, ein weißes Tuch, das Reinheit und Mitgefühl symbolisiert. In der tibetisch-buddhistischen Tradition segnet der Guru die Kata und gibt sie dir dann zurück, damit du den Segen erhältst. Ich wartete mit meinem Freund, als Prajnaparamitas Auto vorfuhr. Als sie auf der Fahrerseite ausstieg, war mein erster Gedanke, was für ein moderner Guru sie sein musste, wenn sie selbst fuhr. Sie war ganz in Weiß gekleidet, und ihr gewelltes blondes Haar umrahmte ein breit lächelndes Gesicht. Wie ein gutmütiger Löwe strahlte sie Energie und Willenskraft aus, während ihre blauen Augen vor Intelligenz und Neugierde blitzten. Prajnaparamita war eine füllige Frau mit viel körperlicher Energie, und das Lächeln, mit dem sie mich begrüßte, war warm.
Langsam schritt ich vorwärts und hielt die Kata in offenen Händen in der Erwartung, dass sie sie segnen und mir dann um meinen Hals legen würde. Sie nahm das Geschenk an und legte es, immer noch lächelnd, um ihren eigenen Hals. Dann hielt sie mir einen weiteren Gebetsschal hin, der einen schönen Kristall enthielt, mit dem sie mich segnete. Ihr Verhalten war ungewöhnlich und unerwartet, denn es drückte aus, dass wir uns als Freunde und Gleichgestellte trafen, die ein spirituelles Leben führen, nicht als Schüler und Guru. In den nächsten Jahren trafen Prajnaparamita und ich uns in den Niederlanden, wann immer wir beide dort waren, und sie lud mich in ihren Ashram ein, um über Elementarwesen, Hybride und Körper-Geist-Bewusstsein zu unterrichten.
Sie fragen sich vielleicht, warum ein erleuchteter Guru eine Frau wie mich einlädt, über Wesen in der As