: Hans-Peter Ackermann
: Abenteuer in Kanada
: Books on Demand
: 9783769345582
: 1
: CHF 8.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Als die Hamburger Reporterin Valerie Brunner von Ihrem Verlobten Mario Hansdorf erfährt, der im Norden Kanadas eine Brücke bauen soll, entscheidet sie sich ihn zu begleiten und sie fliegen gemeinsam nach Hay River am großen Sklavensee. Marios Unerfahrenheit mit Menschen umzugehen, erweist sich schnell als Hindernis und führt zu Auseinandersetzungen. Als sich Valerie von Mario trennt, kommt es zu einer Entführung. Doch Valerie kann durch die Wildnis fliehen und wieder nach Hay River zurückkehren. Mario ist indessen in die Kriminalität abgerutscht und wird von der Polizei gesucht. Ihr neuer Freund Lukas und der Sheriff verfolgen Mario Hansdorf, der ihnen zweimal entwischt. Als Valerie von Lukas schwanger wird, muss sie sich entscheiden, ob sie in Kanada bleiben soll.

Hans-Peter Ackermann Hans-Peter Ackermann, Jahrgang 44, bringt mit diesem Buch seinen 19 Roman heraus. Der Autor hat sich seit 2007 mit verschiedenen Themen befasst. Angefangen mit dem Wenderoman"Freiheit und was nun?" bis hin zu dem Abenteuerroman"Die Rückkehr der Götter" 2012 aus Anlass des zu Ende gehenden 3000 Jahre alten Kalenders der Maya. Mit der Kriminalkommissarin Susi Ludwig schuf er die Hauptfigur für die Reihe"Königssee-Krimi&qu t;. Historische Liebesromane ergänzen sein Re­per­toire. Der in Ostdeutschland geborene Hans-Peter Ackermann lebt heute in der Oberpfalz/Bayern.

Valerie ist verschwunden


Kurz vor 20:00 Uhr betrat Valerie den Pub durch die Hintertür, weil der Nebenraum auf diese Art sofort zu erreichen war. Was sie jetzt überhaupt nicht brauchte, waren Bekannte oder Freunde. Amelia war am Nachmittag für drei Tage nach Edmonton geflogen, das lag 200 Kilometer westlich von Hay River im Bundesstaat Alberta. Sie wollte dort eine kranke Freundin besuchen.

Als Valerie eintrat, saß Mario schon in der hintersten Ecke des Raumes an einem Tisch und hatte ein Bier vor sich stehen. Sie setzte sich zu ihm. Er sah sie schweigsam von der Seite an, allerdings schien er nicht gerade begeistert zu sein. Valerie bemerkte die Unrast in seinen Augen. Irgendetwas schien ihm zu schaffen zu machen. Valerie entschloss sich, nicht um den heißen Brei herum zu reden, und zeigte ihm wortlos die Bilder von diesem Grab im Wald und fragte dann:

„Hast du ihn erschossen oder dein Kumpel, dieser Engländer?“ Mario starrte erst auf das Handy in Valeries Hand und sah dann sie an. Sein Gesicht war zu einer Maske erstarrt. Gerade als er etwas sagen wollte, kam die Kellnerin und fragte, ob sie etwas trinken wollte. Valerie bestellte ein Cola mit Rum. Bis jetzt hatte Mario noch mit keiner Silbe auf Valeries Frage geantwortet und Valerie versuchte es erneut:

„Du musst zur Polizei gehen, Mario! Wenn du ihn nicht erschossen hast, dann kann dir auch nicht viel passieren. Und mit einem guten Anwalt kommst du noch mit einem blauen Auge davon.“ Die Kellnerin kam wieder zurück und brachte Valeries Getränk. Als sie wieder gegangen war, holte Mario tief Luft.

„Wieso hast du mir hinterher spioniert?“ Valerie schüttelte den Kopf.

„Das war reiner Zufall, das musst du mir glauben! Wir waren ausreiten und sind durch Zufall dort vorbeigekommen. Durch den lauten Streit sind wir auf euch aufmerksam geworden. Dann fiel der Schuss.“ Mario starrte sie böse an und fauchte:

„Was heißt denn „wir“? Wer war denn noch dabei?“ Valerie merkte sofort, dass sie einen Fehler begangen hatte und so nur Amelia in Gefahr brachte. Deshalb wehrte sie ab:

„Das tut nichts zur Sache, Mario. Ich habe dich, den Engländer und die beiden vom Boot gesehen. Das reicht doc