: Abby Green
: Pikantes Spiel mit der Liebe
: Cora Verlag
: 9783751534659
: Julia
: 1
: CHF 2.20
:
: Erzählende Literatur
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Vor einem halben Jahr brach Floras Welt zusammen: Der mächtige Unternehmer Vittorio Vitale ließ sie vor dem Altar stehen. Aus Rache an ihrem Onkel, wie sie später herausfand! Sein raffinierter Plan zerstörte ihre Existenz, mühsam hält sie sich seitdem als Kellnerin über Wasser. Als Vittorio davon erfährt, macht er ihr einen Vorschlag: Er hilft ihr finanziell, wenn sie in der Öffentlichkeit vorgibt, wieder seine Freundin zu sein. Für seinen Ruf ist das gut, weiß Flora, aber soll sie sich wirklich auf dieses pikante Spiel einlassen? Und damit zum zweiten Mal ihr Seelenheil mit ihm riskieren?



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills& Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL


Vittorio Vitale schenkte sich einen äußerst edlen irischen Whiskey ein. Er hob sein Glas und ließ den Blick über Rom schweifen. Die Ewige Stadt lag ihm im goldenen Licht der Nachmittagssonne zu Füßen.

Sein Reich.

Er trank einen tiefen Schluck des honigfarbenen Drinks, der ihm mit einem feinen Brennen die Kehle hinunterlief. Ein warmes Triumphgefühl breitete sich in ihm aus.

Was für ein Tag. Endlich war er auf dem Gipfel seiner …

Das Summen der Gegensprechanlage auf seinem Schreibtisch unterbrach seine Gedanken. Ärgerlich drückte er eine Taste. „Tommaso, ich hatte doch darum gebeten …“

„Verzeihen Sie,signore, ich weiß. Aber … ähm … Ihre … Warten Sie! Sie können nicht einfach …“

Die Tür zu Vittorios Büro flog auf, und eine Frau erschien auf der Schwelle. Eine Frau im vollen Brautstaat. Sie trug ein aufwendiges weißes Kleid aus mehreren Lagen feinster Spitze, hochgeschlossen, mit langen Ärmeln. Der ausladende Rock nahm die gesamte Türöffnung ein.

Die Wangen der Frau leuchteten hochrot. Ihr Haar war zu einem strengen Dutt frisiert, darüber trug sie einen zarten weißen Schleier. In der einen Hand hielt sie einen kunstvoll gebundenen, förmlichen Brautstrauß. Die Frau umklammerte ihn wie ein Schwert.

Vito begegnete dem Blick seines Assistenten, der hinter der Frau auftauchte. „Schon gut, Tommaso.“

Er würde seine Feier einen Moment verschieben müssen. Flüchtig dachte er an die Frau, mit der er sich später treffen würde, eines der schönsten Models Italiens, eine atemberaubende Schönheit. Nichts würde ihn von seinen Plänen für diesen besonderen Abend abbringen.

Aber offensichtlich musste er sich zumindest kurz dieser Frau widmen, die er hätte heiraten sollen. Vor zwei Stunden.

Er warf einen Blick auf die Uhr und streckte eine Hand aus. „Signorina Gavia, kommen Sie doch herein.“

Signorina Gavia? Und: Hatte Vittorio Vitale wirklich gerade auf seine Armbanduhr gesehen, als wäre sie eine lästige Störung für ihn? Der Mann, auf den sie im Vorraum der Kirche soeben eine ganze Stunde gewartet hatte? So lange, bis sie zu der unvermeidlichen Einsicht gelangt war, dass er nicht kommen würde.

Das wutverzerrte Gesicht ihres Onkels stand ihr vor Augen. Er hatte sie angeschrien, es sei ihre Schuld, und alles sei zerstört. Und kurz bevor er zusammen mit seiner Frau, Floras Tante, davongestürmt war, hatte er Flora erklärt: „Der kleine Nutzen, den ich von dir hatte, ist aufgebraucht. Vierzehn Jahre lang warst du nur eine Last. Jetzt bist du für mich ge