: Andreas Becker
: Vernetzt denken in Politik, Wirtschaft und Alltag Warum es so schwierig ist und wie es dennoch gelingt
: Books on Demand
: 9783758337161
: 1
: CHF 5.30
:
: Gesellschaft
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Warum ist die Gesellschaft mit unzähligen kleinen wie großen Problemen konfrontiert? Die Grundursache liegt in einem falschen Umgang mit komplexen Themen. Fatal sind die Folgen, wie sich den Medien täglich entnehmen lässt: schlechte «Lösungen», hohe Kosten und neue Schwierigkeiten. Auch in Wirtschaft und Alltag findet sich diese Problematik. Will man kleine und große Herausforderungen meistern, führt an vernetztem Denken kein Weg vorbei. Unterhaltsam vermittelt dieses Buch ein Verständnis für Komplexität sowie vernetztes Denken und Handeln. Es zeigt die wichtigsten Fehler im Umgang mit komplexen Situationen und Problemen an Beispielen auf und erläutert ausführlich, wie vernetztes Denken gelingt. Eine Vielzahl an Abbildungen, Anleitungen, Checklisten und Werkzeugen unterstreicht den praktischen Nutzen dieses Buches. 2., korrigierte Auflage

Andreas Becker ist Wirtschaftsingenieur mit Erfahrung aus Forschung und Industrie. Er hat beim Biokybernetiker Frederich Vester studiert und arbeitet seit zwei Jahrzehnten zu vernetztem Denken sowie Nachhaltigkeit/Generationenge echtigkeit. Mehrere Buchveröffentlichungen, u.a. bei rororo aktuell und im oekom verlag.

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Falsche Ursachen — falsche Schlussfolgerungen — falsches Handeln


»Mehr Sex im Schlafzimmer bedeutet mehr Gehalt auf dem Konto? Absolut!« Das verspricht ein Artikel auf der deutschen Webseite der ZeitschriftCosmopolitan.1 Eine Studie, für die 7.500 Personendaten ausgewertet wurden, sei zum Ergebnis gekommen: Je mehr Sex wir hätten, desto mehr würden wir verdienen.

Wie ist das Leben doch einfach und schön. Leidige Kämpfe mit dem Chef um eine Gehaltserhöhung? Vorbei sind diese Zeiten! Ein bisschen mehr Sex, und schon steigt der Kontostand.

Doch vielleicht sind diese Interpretationen zu sehr unter statischer Sichtweise erfolgt. Schließlich wurden in der zugrunde liegenden Studie ja keine Feldversuche durchgeführt, in denen sich feststellen ließ, ob eineZunahme an Sex auch eineZunahme der Gehaltszahlung zur Folge hat. Die Wissenschaftler untersuchten lediglich, ob es einen statistischen Zusammenhang zwischen Einkommen und Sexualleben gibt — offensichtlich basierend auf der Befragung von Personen zu jenen zwei Themen, zu denen in Umfragen sicherlich mit am häufigsten gelogen wird: Einkommen und Liebesleben.

Für eine Wirkung die Ursache zu finden, ist gar nicht so einfach. Anschließend die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen ebenfalls nicht. Täglich konfrontieren uns die Medien mit den Ergebn