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Falsche Ursachen — falsche Schlussfolgerungen — falsches Handeln
»Mehr Sex im Schlafzimmer bedeutet mehr Gehalt auf dem Konto? Absolut!« Das verspricht ein Artikel auf der deutschen Webseite der ZeitschriftCosmopolitan.1 Eine Studie, für die 7.500 Personendaten ausgewertet wurden, sei zum Ergebnis gekommen: Je mehr Sex wir hätten, desto mehr würden wir verdienen.
Wie ist das Leben doch einfach und schön. Leidige Kämpfe mit dem Chef um eine Gehaltserhöhung? Vorbei sind diese Zeiten! Ein bisschen mehr Sex, und schon steigt der Kontostand.
Doch vielleicht sind diese Interpretationen zu sehr unter statischer Sichtweise erfolgt. Schließlich wurden in der zugrunde liegenden Studie ja keine Feldversuche durchgeführt, in denen sich feststellen ließ, ob eineZunahme an Sex auch eineZunahme der Gehaltszahlung zur Folge hat. Die Wissenschaftler untersuchten lediglich, ob es einen statistischen Zusammenhang zwischen Einkommen und Sexualleben gibt — offensichtlich basierend auf der Befragung von Personen zu jenen zwei Themen, zu denen in Umfragen sicherlich mit am häufigsten gelogen wird: Einkommen und Liebesleben.
Für eine Wirkung die Ursache zu finden, ist gar nicht so einfach. Anschließend die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen ebenfalls nicht. Täglich konfrontieren uns die Medien mit den Ergebn