: Hans J. Rokohl
: Ohne Ufer, keine See Kreuzfahrtgeschichten Tag für Tag
: Books on Demand
: 9783769384826
: 1
: CHF 11.50
:
: Reiseberichte, Reiseerzählungen
: German
: 302
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Kreuz ahrten zu beschreiben, ufern schnell in langweilige Reiseberichte aus. Und so sind wir erstens beim Thema Wasser, denn ohne Ufer keine See und zweitens sollte dort keine Langeweile aufkommen. Über Kreuzfahrten kann man ein Tagebuch führen, die Lieben mit Mitteilung versorgen, Blogs schreiben, kleine Berichte zum späteren Nachlesen ausarbeiten und was weiß ich noch alles. Tatsächlich habe ich dies alles ausprobiert und dokumentiert, durchnummerierte Kreuzfahrten in Ablagen. Also, am Material soll es nicht scheitern. Ich habe mich gefragt, was könnte interessant sein über die Kreuzfahrten eines älteren Ehepaars zu lesen und komme zu dem Schluss, zu schreiben wie sie damit umgegangen sind. Mit der An- und Abreise, mit dem Leben aus dem Schiff, mit den Ausflügen in den Destinationen, was haben sie davon behalten.

In Berlin 1941 geboren, lebt seit Jahren mit seiner Frau in Linz am Rhein im Ruhestand. Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg, danach Studium zum Wirtschaftsingenieur an der TU Berlin. Promotion zum Dr.-Ing. Fachveröffentlichungen. Ist seit 20 Jahren regelmäßig auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs, meistens auf dem Meer, gelegentlich auf einem Fluss. Fährt mit Schiffen amerikascher Reedereien, aber nicht nur. Die westliche Welt hat das Ehepaar bereist. Jetzt ist Asien und Australien dran. einige Kreuzfahrten sind literarisch beschrieben, dass zeigt sich in seiner soeben erschienenen Novelle"Geteilt haben wir uns eine mal geteilte Stadt". Es ist die Geschichte einer Berliner Freundschaft, unidted-Verlag p.c.

So fing alles an – unsere erste Kreuzfahrt


Wer kennt es nicht, das bekannte Lied der Bläck Fööss, das meist im Karneval stimmungsvoll gesungen wird: Unser Stammbaum. Die 1. Strophe endet mit ...su fing alles aan und dann heißt es im Refrain ... do sin mer all he hinjekumme... Verlassen wir das Kölsch und auch Kölle, aber bleiben wir beim Text.

Nun, wie hat das mit dem Kreuzfahren angefangen? Aufmerksam wurden wir durch ein Reiseangebot in der Fachzeitschrift meiner Frau. Dort bot ein bekanntes Bonner Reisebüro eine Gruppenreise zum Indian Summer in den Neuenglandstaaten an, inklusive einer Atlantikkreuzfahrt und zu einem moderaten Preis. Da dachten wir uns, das wäre doch was für uns und haben gebucht: Kreuzfahrt, Busrundreise, Hin- und Rückflug.

Was uns jetzt noch fehlte, war die passende Ausstattung, festliche Kleidung und Koffer, in die alles hineinpasst. Im Kopf hatten wir die schicken Herrschaften auf den Ozeanriesen. Gegen die heutigen Kreuzfahrtschiffe würden sie wie kleine Zubringerschiffe wirken. Selbst der Schnelldampfer Deutschland war nur 200 Meter lang, erreichte aber 45 km/h, wie unser Schiff, die Jewel of the Seas der Reederei Royal Carribian mit ihren 300 Metern. Und das war vor 100 Jahren.

Zurück zur Kleidung. Meine Frau ließ sich ein Abendkleid schneidern, ich kaufte mir einen Smoking und ein Dinnerjacket von der Stange. Das war, wie sich später herausstellte, etwas übertrieben, brachte aber meiner Frau Eleonore Komplimente und mir Verwechslungen mit dem Personal ein, Stichwort Oberkellner.

Nun zur Kreuzfahrt: Das Schiff kam von einer Ostseereise und legte in Harwich an, einem kleinen Nest an der Nordseeküste von Kent. Über Le Havre, Plymouth und Cork ging es in den Atlantik, dann fünf Tage über den großen Teich. Über Portland in Main erreichte es die Neue Welt und machte in Boston endgültig fest. Von dort ging es in den Indian Summer.

Von unserer Kreuzfahrt berichte ich meist in Form von Tagebuchnotizen, die ich an unsere Töchter gerichtet habe. Von der Rundreise im Indian Summer streife ich kurz die Highlights.

Bis Harwich, England


Liebe Töchter,

um 4.30 Uhr ging es los, der Taxifahrer war pünktlich. Beim Einchecken in Köln- Bonn gab es Stau, e