Die lange Geschichte von Mensch und Pferd
DerHomo sapiens und dasEquus caballus kennen sich schon seit Zehntausenden von Jahren – im Vergleich dazu arbeiten und leben Mensch und Pferd als Partner jedoch erst eine relativ kurze Zeit zusammen. Die gemeinsame Geschichte begann damit, dass das Pferd unsere Beute war. Noch dazu eine überaus begehrte, denn dem Jäger, dem es gelang, ein Pferd zu erlegen, stand eine sehr wertvolle und auch große Proteinquelle zur Verfügung. Einfach zu fangen war das Pferd sicher nie. Es war wachsam und ausgesprochen schnell, es lebte in Herden und hatte ein ausgeklügeltes Warnsystem. Um es zu erbeuten, mussten die Jäger planvoll vorgehen und sich einiges einfallen lassen. Und sie mussten wissen, wie Pferde »ticken«.
Ein Pferd war immer etwas ganz Besonderes. So verwundert es nicht, dass bereits die Menschen der Steinzeit viel Zeit damit verbrachten, Abbildungen von Pferden zu erschaffen. Nur eines von vielen beeindruckenden Beispielen sind dieHöhlenmalereien von Lascaux, die am Ende der letzten Eiszeit entstanden sind, und somit aus einer Zeit zwischen 18.000 bis 12.000 vor Christus stammen!Kein anderes Tier stellten die Menschen in Lascaux häufiger dar als diesen besonderen Vierbeiner.
Ein Wunder: Der Mensch sitzt auf dem Pferd
Von der Beute wurde das Pferd schließlich zum Haustier. Doch das dauerte und dauerte und dauerte … Wissenschaftler vermuten, dass es den Menschen erst vor rund 5.000 Jahren gelang, das Pferd vor einen Streitwagen zu spannen. Das Rad war gerade erfunden worden, das Pferd war domestiziert – dank beidem waren die Menschen nicht nur schneller unterwegs, sie konnten auch längere Strecken überwinden.
Aus der Höhle von Lascaux: wunderschöne Darstellung rennender Pferde.
Der Mensch war mobil geworden, allerdings noch lange nicht hoch zu Ross. Berittene Krieger kennen wir erst seit dem 8. Jahrhundert vor Christus – es sollen die Skythen gewesen sein. Sie bevölkerten (und beherrschten) als Volk von Reiternomaden die eurasischen Steppen.
Den Menschen, die es geschafft hatten, sich auf ein Pferd zu se