: Marie von Amstett
: Kniefällig
: Books on Demand
: 9783769391329
: 1
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 350
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Viele Frauen träumen davon, ihre Sexualität vollends auszuleben. Maria jedoch hat genug vom sexuellen Alltragstrott. Tief in ihrem Inneren spürt sie, dass sie für etwas brennt. Etwas, das sie noch nie probiert oder ausgelebt hat. Trotz der vielen Selbstzweifel, mit denen sie ringt, fasst sie all ihren Mut zusammen und begibt sich auf eine Reise. Diese Reise führt sie zu sich selbst. Nicht nur träumen, sondern ausprobieren, sich neu entdecken. Wagen, Handeln. Lustgewinn. Nur eins kann verhindern, dass wir unsere Träume verwirklichen, unsere eigene Angst und die konditionierte Vorstellung von Moral. Maria hat erkannt, der perfekte Zeitpunkt, dem Ruf ihres Herzens zu folgen, ist immer Jetzt. Willst du wissen, wer du wirklich bist? Wie mutig und stark du sein kannst? Wie weit du gehen, wie tief du vertrauen und lieben kannst? Dann musst du sterben. Jedes Mal ein kleines bisschen mehr.

Marie von Amstett ist das Pseudonym einer Autorin, die mit Ihrer Familie in Österreich lebt. Seit Jahren ist das Schreiben ihre Leidenschaft. In ihren Kurzgeschichten, vor allem aber in ihren Romanen geht es um mutige Frauen, die sich trotz aller gesellschaftlichen Normen erlauben, ihre dunklen Leidenschaften auszuleben. Marie von Amstett geht es nicht um Happy Ends, sondern um authentische Gefühle, die manchmal schmerzen, jedoch auch ungeahnte Höhenflüge auslösen. Ihre Art zu schreiben ist eindringlich, hemmungslos und voller Hingabe. Eines sind ihre Bücher immer - nämlich voller Leidenschaft.

Zwischenspiel


Mein erster Morgen wieder zu Hause war total verregnet. Beruhigend prasselten die Regentropfen gegen mein Schlafzimmerfenster und trommelten auf die Fensterbank. Das Fenster in meinem Schlafzimmer war zu jeder Jahreszeit gekippt. Je kühler es war, desto besser war mein Schlaf. Meine Freundin Anna schimpfte mich immer einen Frischluftfanatiker. Wenn wir ein paar Gläschen zu viel getrunken hatten und uns in stundenlangen Gesprächen über Gott und die Welt verloren, übernachtete sie manchmal bei mir. Anna und ich kannten uns schon ewig. Seit dem Kindergarten waren wir unzertrennlich. Die Freundschaft mit ihr war ein Segen. Obwohl wir grundverschieden waren, hörten wir uns immer zu. Auch wenn wir den anderen nicht verstanden, so werteten wir uns gegenseitig nicht. Wir konnten einander so lassen, wie wir waren, und das war wahrscheinlich das Geheimnis unserer langen Freundschaft. Annas Freund Robert war ein richtiger Nerd. Er arbeitete für einen Software-Entwickler und studierte nebenbei noch Geschichte und Mathematik. Seine geistigen Ergüsse und Belehrungen nervten mich immer. Robert konnte mit mir und meinem Sarkasmus ebenfalls nichts anfangen, weshalb Anna und ich uns immer bei mir zu Hause trafen. Anna und er liebten sich aus tiefsten Herzen und Robert würde alles für sie tun. Deshalb akzeptierte ich ihre Liaison und freute mich für die beiden. Wir wollten beide nicht, dass Anna zwischen zwei Stühlen saß. Das schätzte ich sehr an ihm.

Gestern, während der Heimfahrt von Peer, hatte ich noch meiner Kollegin geschrieben, dass ich einen freien Tag bräuchte, um etwas zu erledigen. Urlaubstage und Zei