Tim Knobloch
1. DER HUND
1.1 Abstammung und Domestizierung
„Warum ein Kapitel, und direkt zum Anfang, über die Abstammung des Hundes“ werdet ihr Euch nun vielleicht fragen. Das ist schnell und einfach beantwortet. Wir werden in diesem Buch übrigens alle Fragen so kurz es geht beantworten, ohne zu sehr mit Fachtermini oder Anwaltsdeutsch, um uns zu werfen.
Das wäre für das Verständnis einer im Grunde einfachen Sache nicht nur kontraproduktiv, sondern im Zweifel, also wenn man es genau nimmt, eher suboptimal, da es ja um Fragen des Verständnisses, also das Verstehen per se geht.
Also, zurück zur eigentlichen Frage: Wieso sollte man etwas über die Abstammung des Hundes wissen? Ganz einfach, um zu verstehen, wie sie „funktionieren“. Der Vorfahr des Hundes, der Katze und des heutigen Bären nennt sich Miacis und ist etwa 55 Millionen Jahre alt.
Der Urvater unserer Sofafreunde, vom Bären vielleicht einmal abgesehen, war ein reiner Fleischfresser und auch die Jagd nach Beutetieren war kein Problem, da diese exzellente Kletterer waren. Vom Miacis aus spalteten sich die Tiere in besagte Unterklassen. Dennoch sind diese Tiere grundverschieden. Wenn eine Katze z. B. sein Gegenüber fixiert und mit dem Schwanz wedelt, befindet sich diese in „Angriffsstellung“ und will keineswegs spielen. Dies wird von Hunden leider oft missverstanden und es kann schon mal zu einer Reiberei kommen.
Unsere Haushunde gehören zu der Gattung der Hundeartigen (Canoidea) und zur Familie der Hunde (Canidae), stammen aber von der Art der Wölfe ab (Canis Lupus). Wissenschaftler gehen davon aus, dass die erste Domestizierung etwa 40.000 Jahre zurückliegt. Dies wird durch Grabfunde belegt, in welchen