: Fritz Heinrich Lotterfuchs
: Das Ziel vor Augen ist das Brett vorm Kopf Aphoristisches Tagebuch, philosophischer Spucknapf
: Books on Demand
: 9783769394023
: 3
: CHF 2.50
:
: Gesellschaft
: German
: 200
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Es ist seltsam genug, dass man in unserem Lande die Figur des Moralisten in ihrer Legitimität so wenig kennt und schätzt. Wort und Sache stammen aus der französischen Kulturwelt, und die großen Beispiele eines Montaigne und Larochefoucauld sind in der deutschen Welt von heute unbekannt. Schopenhauer und Nietzsche, die in ihnen ihr großes Vorbild sahen, waren Außenseiter der Schultradition der Philosophie geblieben." Hans-Georg Gadamer:"Philosophische Lehrjahre - Eine Rückschau" (Frankfurt a.M. 1977/1995, S. 209) I N H A L T Wissenschaft als Pop-Lit : Wie kommt Atomphysik in die Allgemeinbildung? Aphoristischer Spucknapf mit Brennnesseln Denkbare Grenzen großer Denker ´Der Gott der Philosophen´ (W. Weischedel) Komisches gegen tragisches Denken Leichte bis schwierige Werke großer Denker Bajazzo-Drabble Drei leicht bedrabbelte Drabbles Zehn Moralisten : Tucholsky, Wiesner, Kudzus, Schnitzler, Heimann, Schaukal, Le Fort, Musil, Raabe, W. Busch Metamorphosen der aphoristischen Metaphysik Maikäfer, flieg ! Sinn- und Unsinnstifter Zwei Double-Drabble Hast du Krach mit dem, der Krach macht? Videothek und Mediathek statt Bibliothek? Lauwarm zwischen heiß und kalt? ANHANG

Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie. Systemanalytiker in der Atom- und Raumfahrtindustrie. Zahlreiche Veröffentlichungen von Erzählwerken, Gedichten, Aphorismen, Essays und Abhandlungen.

Wissenschaft als Pop-Lit?
Allgemeinbildung oder Perlen vor die Säue?


Biologie im Sprechblasenformat?

Wird Chemie im Kinderzimmer-Labor zur Alchemie?

Ist Umweltjournalismus die Pop-Version

der Klimaforschung?

Philosophie für Nichtphilosophen

oder weltanschauliches Geschwafel?

Ohne populärwissenschaftliche Literatur geht es nicht, wenn jeder einen gewissen Überblick über das fundierte zeitgenössische Weltbild behalten will und niemand Spezialist für alles sein kann. Solche allgemeinverständlichen Darstellungen kultur- und naturwissenschaftlicher Fortschritte fallen notwendig verschieden aus je nach Fassungsvermögen, Interessenlage und Bildungsstand eines Volksschülers, Realschülers, Gymnasiasten oder Akademikers, ohne die in Rede stehenden Sachverhalte ungebührlich zu verflachen.

Zum Glück gibt es anerkannte Experten, die einigermaßen fähig sind, einem interessierten Laien in großen Grundlinien die groben Züge ihres Faches, neue Forschungsschwerpunkte, belastbare Ergebnisse und Nutzanwendungen auf möglichst verlässliche und zugleich unterhaltsame Weise nahe zu bringen. Berühmt geworden ist z. B. die recht leicht lesbare „Kurze Geschichte der Zeit“ des englischen Kosmologen Stephan Hawking, der seiner schweren Körperbehinderung noch erstaunliche wissenschaftliche Hochleistungen abgewinnen konnte und seinem hochtheoretischen Fach zudem beinahe öffentlichen Popstatus zu erwerben wusste.

Inzwischen gibt es auf dem Markt eine Fülle recht gut gehender Pop-Übersetzungen dieser fast arkanesoterischen Astrophysik. Der US-Amerikaner Max Tegmark sucht uns in „Unser mathematisches Universum“ von der quantentheoretischen Wahrscheinlichkeit eines Multiversums aus potentiell unendlich vielen Paralleluniversen zu überzeugen, und der Quantentheoretiker Brian Greene war erfolgreich mit „Das elegante Universum“. Sogar das Fernsehen bietet seit langem regelmäßig populärwissenschaftliche Dampfplaudereien durchs Weltall und seine mutmaßliche Urgeschichte samt apokalyptischer SF-Zukunft.

Werden in haushohen Detektoren"Gravitationswellen" des Urknalls gemessen oder in Teilchenbeschl