Spiritistische Kontakte
Die ‚Andere Welt’ ist die Welt, die man nicht sieht. – Sie ist überall.
Spiritismus als Protestbewegung
Unter Spiritismus versteht man die Beschwörung von Geistern, die sich mithilfe eines Mediums in den unterschiedlichsten Formen mitteilen und verständlich machen. Die Praxis der Geisterbeschwörung, von denen die Anrufung der Verstorbenen am weitesten verbreitet ist, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon in HomersOdyssee wird eine Totenbeschwörung durchgeführt, und auch in vielen religiösen Gruppierungen hat die Anrufung Verstorbener ihren Platz.
Als philosophischer Wegbereiter der spiritistischen Bewegung in der westlichen Welt gilt Emanuel Swedenborg, ein schwedischer Wissenschaftler und Visionär, der im 18. Jhdt. lebte. Für ihn gehörte die Geisterwelt als ein unsichtbarer Bereich zur Natur, wobei die geistige und natürliche Welt miteinander in Verbindung stehen und aufeinander einwirken.
Die Grundgedanken des modernen Spiritismus stammen von Andrew Jackson Davis, der 1926 im Staat New York geboren wurde. Von früher Kindheit an besaß er erstaunliche hellseherische Fähigkeiten. Auf einer Seelenreise begegnete er eigenen Angaben zufolge berühmten Persönlichkeiten der Vergangenheit. Er traf u.a. Swedenborg, der ihm anbot, sein geistiger Lehrer zu sein. Davis verfasste ein Buch über Nature’s Divine Revelations (dt.: Die Prinzipien der Natur), das viel Beachtung fand.
Der sich ausbreitende Spiritismus im 19. Jahrhundert kann als Protestbewegung gegen die Einseitigkeit des Materialismus in der industriellen Gesellschaft aufgefasst werden. Eine Flut von Experimenten, die dar